Köppnick - 28. Juni, 17:20

Wer klärt mich auf?

Ich habe einen tollen Artikel gefunden: Weltregierung ermordet Michael Jackson. Ist das real oder Satire? Leider fehlt mir die Geduld, genügend weitere Seiten durchzulesen, und ein Inhaltsverzeichnis oder ein Impressum fehlen. Auch die paar Kommentare, die ich gelesen habe, machen mich nicht wirklich schlauer. Spontan hätte ich auf Satire getippt, aber ich werde immer unsicherer, je mehr ich lese. Es könnte ernst gemeint sein.

Gregor Keuschnig - 28. Juni, 17:30

Irgendwo habe ich heute gelesen, MJ sei gar nicht tot.

(Das behaupten Elvis-Fans von ihrem Idol seit Jahrzehnten. Geschichte wiederholt sich also.)
ostfriese - 28. Juni, 21:40

@Köppnick

Dass MJ als Kind von seinem Vater gedrillt und in gewisser Weise missbraucht wurde, bestreite ich nicht. Aber daraus musste doch nicht zwangsläufig das resultieren, was Du ein 'verkorkstes Leben' nennst. Wer von uns will beurteilen, in welchem Maße Jacksons auffälligste Persönlichkeitsmerkmale (der Hang zur Selbstinszenierung, der exzessive Lebensstil oder das problematische Verhältnis zu Kindern) genetischen Dispositionen oder psychosozialer Prägung zuzuschreiben sind? Und können wir aus Presseberichten zuverlässig das Verhältis von glücklichen zu unglücklichen Stunden im Leben eines Popstars ermitteln??

Gestern sprach jemand in einer Doku über die DDR den Satz, eine Diktatur müsse man immer aus der Sicht der Opfer beurteilen, nicht aus Sicht der Mitläufer und schon gar nicht aus Sicht der Täter.

Woran sollen wir jene besonderen Menschen messen, die sich selbst als Künstler verstehen? Hauptsächlich daran, ob sie ein 'unverkorkstes Leben' führ(t)en? Werden wir ihnen damit gerecht?
Köppnick - 29. Juni, 21:52

@Ostfriese

Mit deinen Fragen hast du wohl Recht.
Gestern sprach jemand in einer Doku über die DDR den Satz, eine Diktatur müsse man immer aus der Sicht der Opfer beurteilen, nicht aus Sicht der Mitläufer und schon gar nicht aus Sicht der Täter.
Das habe ich zufällig auch gesehen und dieser Spruch hat mir gar nicht gefallen. Was wäre, wenn die DDR "gewonnen" hätte? dann wären in der Sicht der DDR diejenigen, die heute als die "Opfer" bezeichnet werden, die "Täter" gewesen. Mitläufer gäbe es gar keine, nur aufrechte Kämpfer gegen die Täter. Diese Art der Geschichtsbetrachtung aus der Sicht des Ergebnisses bzw. aus Sicht der Westdeutschen "von außen" ist fatal - weil sie implizit das Urteil enthält, man selbst hätte sich in der betreffenden Situation moralisch besser verhalten. In dieser Hinsicht war mir Kohl außerordentlich sympathisch. Der hat nämlich in einem Interview mal sinngemäß gesagt, er wäre in der DDR wahrscheinlich in der SED gewesen bzw. er wisse nicht, wie er sich verhalten hätte.
ostfriese - 30. Juni, 00:30

@Köppnick

Das Zitat aus der DDR-Doku hab ich nur als (ein anderes) Beispiel dafür gebracht, dass unterschiedliche Perspektiven stark unterschiedliche Maßstäbe und entsprechend sehr stark unterschiedliche Wertungen ergeben können.

Ob ich mich dem Zitat inhaltlich anschließe, hängt davon ab, was man darin unter "Diktatur" versteht. Wenn es hierbei nur um jene Aspekte des Staatswesens und öffentlichen Lebens gilt, die man gemeinhin mit einer Diktatur identifiziert, würde ich tatsächlich zunächst mal die Opfer nach ihrer Einschätzung fragen. Wenn es aber um das gesamte Leben in der DDR geht, dann zählt natürlich nicht nur das Urteil derer, die unter dem "real existierenden Sozialismus" gelitten haben.

Davon abgesehen war der von mir zitierte Herr -- ganz im Gegensatz zu Dir -- ziemlich unsympathisch, und ich habe kein ausgeprägtes Bedürfnis, ihm Recht zu geben ;-)

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Köppnick - 30. November, 22:22
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Count Lecrin - 30. November, 19:53
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mit 3 freust du dich, wenn du keine windeln brauchst. mit...
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Ich möchte Ihnen...
Ich möchte Ihnen gehörig Respekt zollen,...
Count Lecrin - 30. November, 19:34
Mail geschickt.)
Mail geschickt.)
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Nein, wir haben uns noch...
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Köppnick - 28. November, 15:46
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