Marianne Skarics: Sensibel kompetent - Zart besaitet und erfolgreich im Beruf
Ein sehr schönes Video einer hochsensiblen Person findet man hier:
Ich musste es mir mehrmals ansehen, weil es vier Informationsebenen miteinander verknüpft, die relativ unabhängig voneinander sind: Bilder, Musik, Sprache, Text. Vielleicht hat es deshalb bei mir so einen intensiven Eindruck erzeugt. (Allerdings stören mich deswegen auch die Schreibfehler besonders, schade.)
Ich bin über das Thema Hochbegabung auf Hochsensibilität gekommen, weil Andrea Brackmann in ihren beiden Büchern Jenseits der Norm - hochbegabt und hoch sensibel? und Ganz normal hochbegabt diesen Zusammenhang hergestellt hat. In Marianne Skarics Buch Sensibel kompetent - Zart besaitet und erfolgreich im Beruf findet man darüber aber nicht den kleinsten Hinweis. Hingegen wird auf der Netzseite http://www.hochsensibel.org geschrieben:
Aber die Herangehensweise zur Diagnostik ist in beiden Fällen vollkommen unterschiedlich. Ich habe Skarics Buch gelesen und war etwas unzufrieden, weil man dort keinen Test findet, mit dem man sich eine Punktzahl berechnen kann, ein Maß der eigenen Sensibilität. Aber wie sollte das auch funktionieren? Hochsensibilität wird anhand der Beantwortung von Fragen festgestellt, bei denen sowohl deren Auswahl als auch die Antwortmöglichkeiten ein hohes Maß an Subjektivität beinhalten. Die Normierung von IQ-Tests ist dagegen immer gleich, die Rohdaten (der Prozentsatz der richtig gelösten Aufgaben) werden auf eine Normalverteilung projiziert. Bei der Auswahl neuer Aufgaben für neue Tests wird darauf geachtet, dass die neuen Tests die Ergebnisse der bereits vorhandenen Tests bei gleichen Probandengruppen weitgehend reproduzieren. Ein für andere Gebiete der Psychologie kaum anwendbares Verfahren.
Im Klappentext von Skarics Buch heißt es über den Inhalt:
Kategorien: Gehirn & Geist, Bücher
Ich musste es mir mehrmals ansehen, weil es vier Informationsebenen miteinander verknüpft, die relativ unabhängig voneinander sind: Bilder, Musik, Sprache, Text. Vielleicht hat es deshalb bei mir so einen intensiven Eindruck erzeugt. (Allerdings stören mich deswegen auch die Schreibfehler besonders, schade.)
Ich bin über das Thema Hochbegabung auf Hochsensibilität gekommen, weil Andrea Brackmann in ihren beiden Büchern Jenseits der Norm - hochbegabt und hoch sensibel? und Ganz normal hochbegabt diesen Zusammenhang hergestellt hat. In Marianne Skarics Buch Sensibel kompetent - Zart besaitet und erfolgreich im Beruf findet man darüber aber nicht den kleinsten Hinweis. Hingegen wird auf der Netzseite http://www.hochsensibel.org geschrieben:
Was hat Hochsensibilität mit Hochbegabung zu tun?Das "rein mathematisch" ist Quatsch. Genauso wie intellektuelle Begabungen ein Kontinuum darstellen, von dem IQ-Tests bestenfalls einen kleinen Ausschnitt erfassen, und bei dem die 2%-Festlegung völlig willkürlich ist, genauso willkürlich ist die Klassifikation von 15-20% als "hochsensibel". Andrea Brackmann hat nur insofern recht, als eine schnellere Auffassungsgabe im Sinne des IQ im statistischen Durchschnitt auch ermöglichen sollte, die Stimmungslage anderer Menschen schneller und genauer zu erfassen und beide Personengruppen (die Begabten und die Sensiblen) schneller überfordert sind, wenn es laut oder grell wird, wenn sich viele Menschen auf kleinem Raum zusammenballen, wenn man viel raucht und trinkt, und so weiter.
Gute Frage. Die Frankfurter Psychologin Andrea Brackmann vertritt die These, so gut wie jeder Hochbegabte sei automatisch hoch sensibel (Sie scheint den Terminus Hochsensibilität als solchen aber nicht zu kennen). In der Tat sind Beschreibungen von Hochbegabung und Hochsensibilität teilweise nahezu wortgleich identisch. Äquivalent dürfte diese Beziehung aber jedenfalls nicht sein: Rein mathematisch ist es unmöglich, dass jeder Hochsensible automatisch hochbegabt im Sinne weit überdurchschnittlicher Intelligenz (i.S.d. IQ-Tests) ist, da 15-25% der Menschen hochsensibel, aber nur etwa 2% hochbegabt sein sollen. Georg Parlow meint vorsichtig, jeder Hochsensible sei "besonders begabt". Allgemein lässt sich wohl sagen, dass der Ausdruck "Hochbegabung" eher eine besondere intellektuelle Konstitution beschreibt, der Ausdruck "Hochsensibilität" hingegen auf neurologische Besonderheiten abstellt.
Aber die Herangehensweise zur Diagnostik ist in beiden Fällen vollkommen unterschiedlich. Ich habe Skarics Buch gelesen und war etwas unzufrieden, weil man dort keinen Test findet, mit dem man sich eine Punktzahl berechnen kann, ein Maß der eigenen Sensibilität. Aber wie sollte das auch funktionieren? Hochsensibilität wird anhand der Beantwortung von Fragen festgestellt, bei denen sowohl deren Auswahl als auch die Antwortmöglichkeiten ein hohes Maß an Subjektivität beinhalten. Die Normierung von IQ-Tests ist dagegen immer gleich, die Rohdaten (der Prozentsatz der richtig gelösten Aufgaben) werden auf eine Normalverteilung projiziert. Bei der Auswahl neuer Aufgaben für neue Tests wird darauf geachtet, dass die neuen Tests die Ergebnisse der bereits vorhandenen Tests bei gleichen Probandengruppen weitgehend reproduzieren. Ein für andere Gebiete der Psychologie kaum anwendbares Verfahren. Im Klappentext von Skarics Buch heißt es über den Inhalt:
Ausgehend von gründlicher Recherche und zahlreichen Interviews mit hochsensiblen Menschen hat die selbst hochsensible Autorin Dr. Skarics ein Werk verfasst, dass komplexe Zusammenhänge und neue Erkenntnisse klar und verständlich präsentiert. Vor allem ist es ein Buch geworden, das Mut macht, den eigenen Weg zu finden und mitsamt unserer Komplexität, unseren ethischen Werten und unserer Sensibilität beruflich erfolgreich zu sein.Hier und im Buch irritiert vielleicht die Fokussierung auf den Beruf etwas, aber das Berufsleben ist eben genau der Lebensbereich, in dem man sich seinen Umgang und seine Existenzbedingungen weniger als im Privatleben, in der Familie, den Freunden und Bekannten aussuchen kann.
Das Buch wendet sich in erster Linie an hochsensible Menschen selbst, enthält jedoch wichtige Informationen für alle, die beruflich mit Menschen, ihren Potenzialen und ihrem Verhalten in Teams zu tun haben.
Kategorien: Gehirn & Geist, Bücher
Sonntag, 14.Dezember 2008
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