Die Quadratur des Kreises

In einem Kommentar wurde dieses Bild mit der schönen Überschrift Die Quadratur des Kreises versehen. In dem Telepolisartikel lässt man kein gutes Haar an den Ergebnissen des Krisengipfels an diesem Wochenende. Aber der Artikel ist noch aus einem ganz anderen Grund interessant, er erläutert nämlich mit einfachen Worten, worin für Deutschland in der gerade beginnenden Rezession die Probleme liegen werden:
Man war jahrelang stolz auf die Exportüberschüsse Deutschlands, die die schwächelnde Binnennachfrage (für die Industrie und für deren Gewinne) überkompensierten. Exportüberschüsse einiger Länder bedeuten aber Haushaltsdefizite in anderen Ländern, d.h. ein Leben auf Pump dort. Insofern ist Deutschlands und Chinas Exportüberschuss eine der Ursachen für die weltweite Finanzkrise. Und ein Grund der schwachen Binnennachfrage ist auch, dass die langsamer als die Unternehmensgewinne steigenden Einkommen einen größeren Konsum gar nicht ermöglicht haben.
Sollte jetzt die USA ernsthaft an die Beseitigung ihres Außenhandelsdefizit gehen, dann verringern sich die deutschen Exportmöglichkeiten dorthin. Also wenn die deutsche Regierung wirkungsvoll gegen die Rezession vorgehen will, dann darf sie nicht die exportorientierten Großkonzerne stärker unterstützen, maximal kann sie den Schrumpfungsprozess für die zu entlassenden Mitarbeiter erträglicher gestalten. Das Hauptaugenmerk muss auf Wirtschafts- und Gesellschaftszweigen liegen, die im Inland produzieren, verkaufen und tätig sind: Also Investitionen in die Infrastruktur, in die Bildung und in den kleinen Mittelstand.
Im Telepolisartikel wird auch erneut der Vorschlag aufgegriffen, jedem Bundesbürger einen Scheck in die Hand zu drücken, mit der Hoffnung, dass das Geld konsumiert und nicht gespart wird. Ich bin mir nicht sicher, ob das funktioniert, genauso wie andere Möglichkeiten (z.B. Steuererleichterungen) setzt das voraus, dass die Mehrheit der Bevölkerung ihre eigene Zukunft optimistisch sieht. Wie will man das denn erreichen?
Kategorie: Politik
Montag, 17.November 2008
Globusweit muss es sich um ein modifiziertes Nullsummenspiel handeln, mit einem kleinen Überschuss, der durch Bevölkerungswachstum und Effizienzsteigerung der Produktionsmittel berücksichtigt werden kann.
Es handelt sich aber wohl um ein geschlossenes System, in dem keine Wunder von außen erwartet werden können.
Allenfalls muss man noch Singularitäten hineinrechnen, falls z. B. ein Energieverwertungssystem der Sonneneinstrahlung mit ausreichendem Wirkungsgrad entwickelt wird.
Alles was die Wirtschaftswissenschaftler sagen, erscheint mir immer mit einem weißen Block in der Mitte, wo ein kleines Wunder passiert.
Möglicherweise wissen das sogar ein paar Politiker, womit erklärt werden könnte, warum sie auch keine Hemmungen haben, uns in anderen Angelegenheiten zu belügen.
Ich selbst glaube allerdings, dass ich das nicht mehr begreifen werde.
Vielleicht erklärt mir es einmal eine gute Freundin, die am LSE ihr PhD macht.