Etüde
"Ich schreibe ihnen eine Etüde", sagte die Musiklehrerin. Sie nahm sich einen Stift, summte vergnügt vor sich hin und kritzelte eine Note nach der anderen auf das Papier.

Das spielt sich ziemlich leicht, denn hier muss man mit dem Bogen nicht die Saite wechseln, sondern schrummelt immer auf und ab. Zur Verzweiflung hingegen hat mich in der letzten Woche die folgende Passage getrieben:

Ein Ausschnitt aus einem jüdischen Volkslied. Man kommt in der Passage zweimal von der leeren A-Seite und muss mit dem Ringfinger die richtige Stelle auf der D-Saite treffen, sonst hört es sich ganz grauslich an. Und beim zweiten Mal ist die folgende Note länger.
Zu Hause habe ich in der Wikipedia nachgeschaut, was eine Etüde überhaupt ist. Eine Art Fingerübung für den Instrumentalisten. Dass es inzwischen, wie die Wikipedia weiß, tatsächlich zu einer eigenen Musikform aufgebrezelt wurde, zeigt vielleicht das folgende Video, zwar nicht für Violine, aber soweit ist das Cello ja nicht davon entfernt.
Das ist auch eine Etüde, von dem Cellisten David Popper geschrieben. Was mich außer der Fingerfertigkeit der Spielerin noch beeindruckt, ist ihr Gesichtsausdruck. Manchmal schaut sie aus dem Fenster, während ihre Hände einfach weiterspielen. Eigentlich sollte das nicht verwundern, diese völlige Abwesenheit oder Versunkenheit findet man bei vielen Experten, wenn sie der Beschäftigung nachgehen, die sie perfekt beherrschen. Die junge Dame ist eine spanische Cello-Musikstudentin.
Kategorie: Violine

Das spielt sich ziemlich leicht, denn hier muss man mit dem Bogen nicht die Saite wechseln, sondern schrummelt immer auf und ab. Zur Verzweiflung hingegen hat mich in der letzten Woche die folgende Passage getrieben:

Ein Ausschnitt aus einem jüdischen Volkslied. Man kommt in der Passage zweimal von der leeren A-Seite und muss mit dem Ringfinger die richtige Stelle auf der D-Saite treffen, sonst hört es sich ganz grauslich an. Und beim zweiten Mal ist die folgende Note länger.
Zu Hause habe ich in der Wikipedia nachgeschaut, was eine Etüde überhaupt ist. Eine Art Fingerübung für den Instrumentalisten. Dass es inzwischen, wie die Wikipedia weiß, tatsächlich zu einer eigenen Musikform aufgebrezelt wurde, zeigt vielleicht das folgende Video, zwar nicht für Violine, aber soweit ist das Cello ja nicht davon entfernt.
Das ist auch eine Etüde, von dem Cellisten David Popper geschrieben. Was mich außer der Fingerfertigkeit der Spielerin noch beeindruckt, ist ihr Gesichtsausdruck. Manchmal schaut sie aus dem Fenster, während ihre Hände einfach weiterspielen. Eigentlich sollte das nicht verwundern, diese völlige Abwesenheit oder Versunkenheit findet man bei vielen Experten, wenn sie der Beschäftigung nachgehen, die sie perfekt beherrschen. Die junge Dame ist eine spanische Cello-Musikstudentin.
Kategorie: Violine
Freitag, 14.November 2008