Organspendepflicht für ALGII-Empfänger
"Ein Lebender muss die Chance haben, sein Organ zu verkaufen", so Peter Oberender, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Bayreuth, in einem Interview. Und er führt auch gleich aus, dass es hier insbesondere um diejenigen geht, die finanziell schlechter gestellt sind.In der Telepolis findet man einen Artikel mit diesem Namen und diesem zitierten Beginn, an dessen formaler Logik nichts auszusetzen ist. Der Artikel zeigt die Konsequenzen auf, die drohen, wenn menschliches Leben nach marktwirtschaftlichen Kriterien bewertet wird. Und es wird auch die Organisation genannt, der Think-Tank, der die deutsche Gesellschaft seit Jahren mit solcherart Ideen subversiert:Es ist doch folgende Situation: Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, so muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Organen - und zwar geregelten Verkauf … ähnlich der Börse, dass man sagt, wer ist zugelassen zu dem Handeln. Es muss auch geprüft werden, wer darf das Organ entnehmen. Und dann wird praktisch das Organ versteigert.
Professor Oberender, von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), ...Wikipedia-Artikel über INSM
Kategorie: Politik
Montag, 10.November 2008
- Ein Organspenderausweis kann nicht nur dazu dienen, seine Bereitschaft zu erklären, sondern auch, seine Nichtbereitschaft zu dokumentieren.
- Wenn man ins Ausland fährt (Frankreich, Österreich), sollte man seinen Organspenderausweis nicht mitnehmen, denn unsere Nachbarn sind sehr schnell mit dem Ausschlachten. Da wird schon mal bei einem Herzstillstand nicht reanimiert, sondern gleich mit der Explantation begonnen.
Ich habe auch von Studien gelesen, die die Sinnfälligkeit mancher Transplantation (natürlich nicht Niere) prinzipiell in Frage stellen - weil die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten nach der Transplantation nicht höher als vorher ist. Sie sind gewissermaßen nur Versuchskaninchen für die Mediziner.