Katja Kipping vs. Michael Friedman
Bei Heise findet man einen Hinweis darauf, dass jetzt auch Bundestagsfraktion von DIE LINKE ein Portal bei Youtube eröffnet hat und dort wöchentlich neue Kurzfilme mit Informationen einstellt. Von dieser Seite gelangt man nach ein paar Klicks zu einem Zusammenschnitt einer Diskussion von Katja Kipping und Michael Friedman zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen.
In diesem und auch in anderen Interviews zum selben Thema argumentiert Frau Kipping meiner Meinung nach nicht besonders geschickt, weil sie sich immer wieder über die Höhe des Grundeinkommens auslässt, statt das Konzept als solches vorzustellen. Natürlich ist das sehr schwer, zumal einen die Medienprofis meist nicht zu Wort kommen lassen (ein zweites Beispiel hier). Götz Werner hingegen lässt sich nicht so leicht unterbuttern, auch von ihm gibt es Beispiele bei Youtube, wenn einem sein Buch zu anstrengend ist.
Aber die Argumentation von Friedman im obigen Video ist schon atemberaubend in seiner Ehrlichkeit. Besserverdienenden macht ihre Arbeit Spaß. Arbeit, die keinen Spaß macht, ist zumeist schlecht bezahlt. Wie sollte man jemanden anders dazu bringen, diese schlecht bezahlte Drecksarbeit zu machen, als dass man ihn um die Gefahr des Verhungerns dazu zwingt? Toll auch sein Beispiel mit seiner eigenen Sekretärin. Diese erhält 2500 Euro netto. Ganz abgesehen davon, dass das nun wirklich kein besonders niedriges Einkommen ist, aber Friedman befürchtet also, dass seine Sekretärin nicht mehr bei ihm arbeiten würde, wenn sie alternativ 800-1000 Euro Grundeinkommen beziehen würde. Immerhin hat er damit wenigstens keine Illusionen über seine Beliebtheit bei seinem eigenen Personal.
Aber noch stärker wiegt wohl seine Angst, sein eigenes Einkommen, oder das des oberen Drittels der Gesellschaft, wie er im Video eingangs sagt, könnte geringer werden, wenn man diejenigen, die die Drecksarbeit machen sollen, besser bezahlen müsste. Welche Partei war das nochmal, die sich glücklich schätzen darf, einen Herrn Friedman als Mitglied und Politiker haben zu dürfen?
Kategorie: Politik
In diesem und auch in anderen Interviews zum selben Thema argumentiert Frau Kipping meiner Meinung nach nicht besonders geschickt, weil sie sich immer wieder über die Höhe des Grundeinkommens auslässt, statt das Konzept als solches vorzustellen. Natürlich ist das sehr schwer, zumal einen die Medienprofis meist nicht zu Wort kommen lassen (ein zweites Beispiel hier). Götz Werner hingegen lässt sich nicht so leicht unterbuttern, auch von ihm gibt es Beispiele bei Youtube, wenn einem sein Buch zu anstrengend ist.
Aber die Argumentation von Friedman im obigen Video ist schon atemberaubend in seiner Ehrlichkeit. Besserverdienenden macht ihre Arbeit Spaß. Arbeit, die keinen Spaß macht, ist zumeist schlecht bezahlt. Wie sollte man jemanden anders dazu bringen, diese schlecht bezahlte Drecksarbeit zu machen, als dass man ihn um die Gefahr des Verhungerns dazu zwingt? Toll auch sein Beispiel mit seiner eigenen Sekretärin. Diese erhält 2500 Euro netto. Ganz abgesehen davon, dass das nun wirklich kein besonders niedriges Einkommen ist, aber Friedman befürchtet also, dass seine Sekretärin nicht mehr bei ihm arbeiten würde, wenn sie alternativ 800-1000 Euro Grundeinkommen beziehen würde. Immerhin hat er damit wenigstens keine Illusionen über seine Beliebtheit bei seinem eigenen Personal.
Aber noch stärker wiegt wohl seine Angst, sein eigenes Einkommen, oder das des oberen Drittels der Gesellschaft, wie er im Video eingangs sagt, könnte geringer werden, wenn man diejenigen, die die Drecksarbeit machen sollen, besser bezahlen müsste. Welche Partei war das nochmal, die sich glücklich schätzen darf, einen Herrn Friedman als Mitglied und Politiker haben zu dürfen?
Kategorie: Politik
Samstag, 03.Mai 2008





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