Bobby Fischer ist tot.
"Fischer ist das größte Genie, das je vom Schachhimmel herabgestiegen ist", sagte einst Michail Tal, sowjetischer Weltmeister von 1960.

Robert Fischer 1972, Quelle: ARD
Artikel: Die Welt, ARD, Spiegel, Chessbase
Als ich mit Schach begonnen habe, war er schon wieder von der großen Bühne verschwunden, gegen Karpov war er nicht zum Weltmeisterschaftskampf angetreten. Fischer hatte gefordert, einen Wettkampf mit 6 Gewinnpartien zu spielen, bei unbegrenzter Anzahl von Remisen. Das hatte die Fide abgelehnt. Im Wettkampf Karpov - Kasparov wurde dann genau dieser Modus eingeführt. So bleibt Karpov der Makel, seinen WM-Titel am grünen Tisch gewonnen zu haben - und später gegen Kasparov am grünen Tisch verteidigt.
Ein weiterer Nachruf bei Chessbase: Er wollte doch nur spielen.
Kategorie: Schach
Freitag, 18.Januar 2008





Die Amerikaner betreiben einen echten Kult um den IQ, dort genießen Menschen, bei denen in solchen Tests sehr hohe Werte "gemessen" wurden, einen Gott-ähnlichen Status. Wissenschaftlich seriös ist wohl bei 150/160 Schluss, über den Daumen gepeilt erreicht einer von 10.000 Menschen einen solchen Wert. Im Endeffekt sagen solche hohen Werte nur aus, dass die Betreffenden sehr gut versteckte Zusammenhänge und Muster erkennen können. Entscheidend ist doch aber, ob jemand seine Begabungen in Leistungen umsetzen kann und ob er glücklich mit seinem Leben ist.
Ersteres hat Fischer im ersten Abschnitt seines Lebens sicherlich getan, aber ob er am Ende glücklich mit dem von ihm Erreichten war und seinen Frieden gefunden hat - ich weiß es nicht und bezweifle es.