Richard Dawkins: Der Gotteswahn

Es gibt schon eine Reihe von Meinungen über das neue Buch von Richard Dawkins, unter anderem findet man eine Rezension bei Gregor Keuschnig , der mir auch sein Buchexemplar freundlicherweise geliehen hat. Mein wichtigster Eindruck zuerst: Nein, Dawkins ist kein Fundamentalist in dem Sinne, wie es religiöse Fanatiker sind. Diese verweisen als Letztbegründungen immer auf ihren Glauben, wonach jede Diskussion mit ihnen sinnlos wird. Dawkins hingegen liefert Begründungen für seine Meinungen – und macht sich damit im Gegensatz zu den Religiösen diskursiv angreifbar, wenn man seinen Schlüssen oder Argumenten nicht zustimmt.

In seinem Buch stellt er eine Skala auf, um der Religiosität eines Menschen einen Zahlenwert zuzuweisen. Diese Skala beginnt mit 1 und endet mit 7:
  1. Stark theistisch. Gotteswahrscheinlichkeit 100 Prozent. Oder in den Worten von C. G. Jung: „Ich glaube nicht, ich weiß.“
  2. Sehr hohe Wahrscheinlichkeit knapp unter 100 Prozent. De facto theistisch. „Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich glaube fest an Gott und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn gibt.“
  3. Höher als 50 Prozent, aber nicht besonders hoch. Fachsprachlich: agnostisch mit Neigung zum Theismus. „Ich bin unsicher, aber ich neige dazu, an Gott zu glauben.“
  4. Genau 50 Prozent. Völlig unparteiischer Agnositzismus. „Gottes Existenz und Nichtexistenz sind genau gleich wahrscheinlich.“
  5. Unter 50 Prozent, aber nicht sehr niedrig. Fachsprachlich: agnostisch mit Neigung zum Atheismus. „Ich weiß nicht, ob Gott existiert, aber ich bin eher skeptisch.“
  6. Sehr geringe Wahrscheinlichkeit, knapp über null. De facto atheistisch. „Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Gott existiert, und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn nicht gibt.“
  7. Stark atheistisch. „Ich weiß, dass es keinen Gott gibt, und ich bin davon überzeugt, wie Jung 'weiß', dass es ihn nicht gibt.“
Er selbst ordnet sich einen Wert von 6,5 zu, denselben Wert gebe ich mir auch – wenn ich seine Definition von Religiosität zugrunde lege: Religion als einen monotheistischen, abrahamitischen Glauben mit einem personalisierten Gott, der sich in das Leben der Menschen einmischt, einmischen kann oder einmischen könnte, und über den in Tora, Bibel und Koran authentisch berichtet wird, die Verfasser nur Übermittler von göttlichen Worten sind. Einen höheren atheistischen Wert als 6,5 kann sich ein denkender Mensch gar nicht geben, die Skala ist asymmetrisch. Man kann zwar fest daran glauben, dass ein personalisierter Gott existiert (=1.0), aber man kann nicht sicher wissen, dass er nicht existiert (=7.0).

Ausgehend von dieser Glaubensdefinition wird auch verständlich, warum bei Umfragen die Mehrheit der Wissenschaftler, und je intelligenter sie sind, umso mehr, zu den Atheisten gezählt werden. Wenn man als Historiker die Entstehungsgeschichte der sogenannten heiligen Schriften untersucht, als Physiker die Gesetze des Universums oder als Biologe die Evolutionstheorie, dann hat man eine andere Sicht auf die Welt und erst recht auf die begrenzten Erkenntnisse von vor 2000 Jahren. Man erkennt die logischen Widersprüche in den alten Texten, die Brutalität der dort geschilderten Ereignisse und auch die ausgeprägte Frauenfeindlichkeit. Aber das spricht nicht gegen eine andere Form von Glauben, der den Betreffenden vielleicht nicht einmal bewusst wird – weil es nicht noch intelligentere Geschöpfe auf unserem Planeten gibt, die wiederum den Wissenschaftlern ihre Denkfehler und Glaubenssätze vorhalten können. Für mich zum Beispiel bringt Bill Bryson diesen „atheistischen“ Glauben in „Eine kurze Geschichte von fast allem“ auf den Punkt:
Damit Sie da sein können, mussten sich zunächst einmal ein paar Billionen unstete Atome auf raffinierte, verblüffend freundschaftliche Weise zusammenfinden und Sie erschaffen.
...
Warum Atome so viel Mühe auf sich nehmen, ist eigentlich ein Rätsel. Ich oder du zu sein, ist auf atomarer Ebene kein lohnendes Erlebnis, Bei allem Engagement kümmern sich die Atome sich in Wirklichkeit nicht um Sie – sie wissen nicht einmal, dass es Sie gibt. Und sie wissen auch nicht, dass sie gibt. Es sind ja nur geistlose Teilchen, und sie selbst sind nicht einmal lebendig.
...
Dennoch können Sie sich darüber freuen, dass es überhaupt geschieht. Das ist ausgesprochen seltsam, denn die Atome, die sich so zwanglos und sympathisch zusammentun und Lebewesen bilden, sind auf der Erde genau die gleichen, wie anderenorts, wo sie es verweigern.
...
Das Verblüffende also ist, dass sich in uns jeweils ein Teil des Universums zusammengefunden hat, um über sich selbst nachzudenken. Wenn man zum Beispiel abends in ein Konzert geht, sitzt auf der Bühne ein Teil des Universums und musiziert, regt also Atome zu Schwingungen an und sendet Photonen aus. Im Zuschauerraum wiederum sitzt ein anderer Teil des Universums, empfängt diese akustischen und optischen Reize und verarbeitet sie zu Empfindungen. Auch die gesamte übrige Umgebung, die Halle, die Instrumente, die Bestuhlung, ist Teil dieses Universums und setzt sich aus denselben Atomen zusammen. Das ist schon sehr seltsam, warum ist nicht nichts?

Zurück zu Dawkins: Eine seiner Thesen, die mir am wenigsten glaubwürdig sind, ist, dass Religiosität nur ein Nebenprodukt der Evolution ist. Ich denke nicht, dass das so ist. Die Wissenschaften bemühen sich unablässig, die Ursachen von Naturphänomenen zu finden und sind darin sehr erfolgreich. Die Frage lautet stets „Warum?“, man erhält aber immer nur eine Antwort auf das „Wie?“, wonach sich die nächste „Warum“-Frage auftut. Die letzte alles beanwortende Erklärung wird es nicht geben. Wir sind aber evolutionär als Kausalitätsmaschinen programmiert.

Eine weitere seiner Thesen ist, dass unsere Welt ohne Religion eine bessere wäre. Unter anderem führt er dazu die Twin Towers in New York an, die ohne religiöse Fundamentalisten heute noch stehen würden. Das mag sein, aber Geschichte passiert immer und es sind noch viel schrecklichere Geschehnisse denkbar. Oder, wenn man Religion als ein zwingend notwendiges Erfordernis in der Evolution einer intelligenten Spezies betrachtet, gäbe es uns vielleicht gar nicht als eine solche intelligente Art, die Twin-Towers hätten nicht einstürzen können, weil keiner existiert hätte, der sie bauen könnte.

An vielen Stellen fördert er jedoch Dinge zutage, die Gläubigen zu denken geben sollten. Zum Beispiel ist eine häufig gehörte Aussage, dass wir viele unserer ethisch-moralischen Anschauungen der Bibel verdanken. Dawkins führt hier als Gegenargumentation folgende wissenschaftliche Untersuchung an: Man hat Angehörigen verschiedener Kulturkreise und Ethnien, Religiösen und Atheisten vor dieselben moralischen Probleme gestellt. Zum Beispiel die bekannteste Fragestellung, in der ein führerloser Zug auf eine Gruppe von sechs Gleisarbeitern zurast. Diese können nur gerettet werden, wenn man die Weiche auf ein anderes Gleis umlegt, wo ein einziger Mensch steht, der dadurch mit Sicherheit getötet wird. Darf man die Weiche umlegen? Auf solche und ähnliche Fragen antworten Menschen überwiegend gleich, unabhängig von ihrer Religion.

Dawkins Schlussfolgerung: Wir lesen Moral und Ethik nicht aus der Bibel heraus, sondern interpretieren unsere heutigen Vorstellungen in den alten Text hinein. Für diese Beweisführung spricht das heute übliche Herauspicken geeigneter Textstellen unter Ignorieren der gewalttätigen und frauenfeindlichen Stellen dieser Schriften, weil in der heutigen Zeit Gewalttätigkeit gegenüber anderen Völkern und Frauenverachtung nicht mehr opportun sind. Dawkins einfache Frage: Wieso sollte derselbe, die Menschen liebende Gott vor 2000 Jahren andere Handlungsvorschriften erlassen haben als er heute für richtig hält?

In diesen Punkten muss ich ihm zustimmen. Überhaupt haben viele alte religiöse Praktiken in der heutigen Zeit jeden Sinn verloren. Ein Beispiel: Unlängst war ich bei einem Bekannten zu Besuch, der in der Nähe einer Kirche wohnt. Dort bimmelte alle Viertelstunden eine Glocke, auch Nachts. Ich habe es anhand meiner Armbanduhr überprüft, das Läutwerk ist funkuhrgesteuert, niemand zieht dort per Hand am Seilzug. Während das Glockengeläut im Mittelalter wahrscheinlich noch eine nützliche Funktion erfüllt hat, indem es Menschen am Tag die Zeit gegeben hat und ihnen des Nachts Sicherheit gab - da war einer, der wach blieb und auf die Stadt aufpasste – ist es heute zu einer ganz gewöhnlichen Ruhestörung geworden, so wie das Quietschen der Straßenbahn oder der Lärm vorbeifahrender Autos.

Und auch in einem weiteren Punkt teile ich Dawkins Kritik: Religiöser Fundamentalismus ist eine Tatsache, von den Twin-Towers bis zu den gesteuerten und bewusst geschürten Ausschreitungen anläßlich der Mohammed-Karikaturen. Die gemäßigten Gläubigen müssen sich die Frage gefallen lassen, warum es ihnen nicht gelingt, solche Auswüchse ihres Glaubens zu verhindern und ob es nicht, wie Dawkins es behauptet, ihre Religion selbst ist, die zu solchen Gewalttaten führt.

Einer weiteren Rezension im Blog Religionswissenschaft aus Freude entnehme ich mein Fazit:
Sowohl Religionskritiker wie diejenigen, die hinter rationalistischem Atheismus Unfreiheit und den totalen Staat wittern, werden bei Dawkins wieder auf ihre Kosten kommen. Aber gerade auch für religiöse wie nichtreligiöse Menschen, die sich ernsthaft mit dem Zusammenhang von Religion und Wissenschaft beschäftigen wollen, lohnt die Lektüre durchaus. Denn Dawkins formuliert rhetorisch brilliant radikale Fragen, die wissenschaftliches, rechtliches und persönliches Nachdenken gerade dadurch fördern, weil sie kein einfaches, harmonisches Ausweichen erlauben. Wer Freiheit auch dann schätzt, wenn sie nicht aus Zuckerwatte ist, kommt hier auf seine Kosten.

Gott und die Religionen kann Dawkins nicht wirklich widerlegen, die Kritik an religiösen Fundamentalisten teilen auch die meisten Gläubigen und Dawkins-Jünger werden seine Mini-Distanzierungen von einigen früheren Positionen womöglich sogar bedauern. Wenn man ihn aber als radikal kritischen Religionsphilosophen mit treffsicheren Anekdoten und vor allem spannenden Fragen liest, kann man durchaus anerkennen, dass Dawkins manchmal schläfrige Religion-Wissenschaft-Debatten auf Trab brachte und teilweise noch bringt.
Kategorien: Evolution, Bücher
Gregor Keuschnig - 11. November, 13:55

Der Gedanke, dass wir Moral und Ethik in die religiösen Schriften hineininterpretieren, ist ungefähr 200 Jahre alt. Die ganze Aufklärung hat hieran "gearbeitet". Aufgrund der damaligen Schwierigkeiten, dies offen zu erklären, wurde das meistens umschrieben. Das prominenteste Beispiel ist Kant (auf den Dawkins ja auch kommt, und den er gleich vereinnahmt).

Ich finde sehr wohl fundamentalistische Züge bei Dawkins – insbesondere was seine Missionierungsmethoden angeht. Er wendet die (durchaus biblische) Attitüde an: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Wer gläubig ist, ist dümmer. Und auch er benutzt letztlich seine Wissenschaft als letztbegründende Instanz mit dem tautologischen Erklärungsmuster 'Es ist so, weil es so ist'.

Mit Dawkins und Gläubigen dürfte keine fruchtbare Diskussion möglich sein. Die Frage ist für mich, ob sie, die Diskussion, überhaupt notwendig ist. Das ist sie nur – und da hat Dawkins natürlich implizit recht -, wenn Religion in gesellschaftliche Bereiche vordringt. Das Ziel muss also nicht ein irgendwie gearteter säkularer Staat sein (selbst das ist Deutschland beispielsweise nachweislich nicht), sondern ein laizistischer. Dieser müsste dann zwar noch Glockengeläut und Muezzinrufe akzeptieren, aber Kruzifixe in Gerichten oder Kopftücher und Nonnentrachten an Schulen wären nicht mehr gestattet.

Die Frage, ob die Twin-Towers ohne Religionen noch stehen würden, ist rabulistisch. Ich vermute, sie wären ohne den religiösen Impetus der Ökonomie nie gebaut worden. Symbolisch kann man die Vernichtung der Türme zu Babel darin sehen.

Köppnick - 11. November, 15:34

Wer gläubig ist, ist dümmer.

Auch wenn man Dawkins so verkürzt, kann man doch daran den prinzipiellen Unterschied zu einem religiösen Fundamentalisten herausarbeiten. Wenn ein Fundamentalist dir sagt, "weil du nicht meinen Glauben hast, wirst du in der Hölle schmoren", hast du nicht die geringste Möglichkeit, ihm das Gegenteil zu beweisen. Bei Dawkins sieht das anders aus, hier kannst du
  • die Art der Fragestellung oder den befragten Personenkreis kritisieren,
  • bezweifeln, dass Wissenschaftler die klügeren Menschen sind (Lebensweisheit vs. Wissensklugheit),
  • nachfragen, ob die wissenschaftliche Herangehensweise die beste ist und eine bessere vorschlagen
  • oder noch ganz was anderes.
Religion dringt immer in gesellschaftliche Bereiche ein, weil Gläubige und Staatsbürger dieselben Personen sind. Insofern sind der Streit um Kruzifixe, Kopftücher, Kirchenglocken und den Muezzin nicht die Ausnahme, sondern die Regel in einer Gesellschaft, auch wenn nur eine Minderheit an irgendeine Gottheit glaubt.

Was Kant betrifft: In einem Buch über ihn (ich glaube, es war "Kants Welt" von Manfred Geier, habe es aber zur Zeit nicht zur Hand) wird Kant gegen Ende seines Lebens sinngemäß so zitiert: Er hoffe nicht, dass es ein Leben nach dem Tode gibt. Im Unterschied zum Leben auf der Erde, was endlich ist, wäre ein Leben nach dem Tode unendlich lang. Wenn es einem nicht gefalle, müsste man es unendlich lange ertragen, das wäre furchtbar. - Wenn dieses ZItat stimmt, dann hat Dawkins Imanuel Kant als potenziellen Atheisten schon richtig charakterisiert, denn von Paradies, Jüngstem Gericht oder 40 Jungfrauen für Märtyrer hat das ja nun gar nichts.
Gregor Keuschnig - 11. November, 15:55

Ich brauche Dawkins nicht zu verkürzen, was diese Aussage angeht; er macht sie so. Und über die Methode der Befragung der Wissenschaftler habe ich mich ja geäussert.

Dass nur eine Minderheit an Gottheiten glaubt, ist sicherlich erst seit relativ kurzer Zeit der Fall (wenn man den europäischen Kulturkreis nimmt; im Islam ist die Verankerung stärker, da sie intensiver in den Alltag hineinreicht). Wobei hier zwischen dem gesellschaftlichen Zwang des Glaubens und dem tatsächlichen Glauben unterschieden werden muss. Tatsächlich hat der Glauben in unserer Gesellschaft in den letzten 200 Jahren immer mehr an Boden verloren - nicht zuletzt durch die Erkenntnisse der Naturwissenschaften, welche die gesamte Symbolik des christlichen Glaubens dekonstruiert hat.

Kant hatte gelegentlich Probleme mit der Zensurbehörde. Sehr grob vereinfacht kann man sagen, dass für ihn Gott letztlich nur der erste Beweger war, derjenige, der das moralische "in uns" angestossen hat. Ob das atheistisch ist oder deistisch oder agnostisch spielt letztlich keine Rolle. Dawkins et al. ist es eigen, durch Vereinnahmung Prominenter ihre Position zu untermauern. Das mutet manchmal arg skurril an.
elein - 3. Januar, 00:05

[quote]Einen höheren atheistischen Wert als 6,5 kann sich ein denkender Mensch gar nicht geben, die Skala ist asymmetrisch. Man kann zwar fest daran glauben, dass ein personalisierter Gott existiert (=1.0), aber man kann nicht sicher wissen, dass er nicht existiert (=7.0).[/quote]

Ich würde als Nicht-Atheist (der Gotteswahn noch nicht gelesen hat) dazu ergänzen:
Einen niedrigeren gläubigen Wert als 1,5 kann sich ein denkender Mensch gar nicht geben. Man kann zwar fest daran glauben, dass ein personalisierter Gott existiert (=1.5), aber man kann nicht 100% sicher wissen, dass er existiert (=1.0).
Davon hat mich "Einführung in das Christentum" (J. Ratzinger) überzeugt.

Ich selbst würde mir übrigens 1,5 geben. ;)

Liebe Grüße, elein

Köppnick - 3. Januar, 08:30

Deine Meinung ist interessant. Bis jetzt war ich davon ausgegangen, dass die beiden Extrempole "Glauben" und "Wissen" sind und hatte gedacht, dass man zwar fest glauben, aber nicht sicher wissen kann. Dem Papst hätte ich deshalb die 1.0 gegeben, aber zum Beispiel Hans Küng nur 1.5, weil er auch über seine Zweifel geschrieben hat und wie er zu ihnen steht.

Aber mit der Skala habe ich sowieso ein Problem, weil sie unter dem Aspekt eines personalisierten Gottes aufgestellt worden ist. Dadurch vereinigt Dawkins auf "seiner" Seite völlig verschieden denkende Menschen. Er macht das im Buch auch explizit, indem er agnostische und pantheistische Vorstellungen als eigentlich atheistisch klassifiziert. Ein Physiker zum Beispiel, der nach Ursachen und Zusammenhängen im Universum sucht, kann aber sehr wohl agnostisch sein, weil man ja zu "Ursache" auch "Gott" sagen kann. Nur eben kein personalisierter Gott, weil dessen Hauptmerkmal ja seine Anrufbarkeit bei Problemen ist - daran glaube ich niemals, dafür ist das Universum zu groß und dafür gibt es auf der Welt viel zu viel Sinnloses.

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steppenhund.twoday.net - 13. November, 08:32

Gott, Kirche, Religion ...

Kwaku Ananse hat eine sehr interessante... [weiter]

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In einem Binärbaum ist die Suchdauer...
Köppnick - 13. Mai, 12:19
Ein wesentlicher Vorteil ist da noch gar...
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