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FAZ online Wirtschaft
http://www.faz.net/s/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Doc~E2A63529D34E249D8895D1BF2CB4E7BFD~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
Hauptargument der Gegner ist, dass ein so komplexes System wie die Wirtschaft nie vollständig durch ein mathematisches Modell abgebildet werde kann. Daher sind andere alternative Methoden zulässig.
Dies läuft fast analog zu dem Streit von Schulmedizin mit ... you name it.
Mathematische Modelle (von einem beliebigen Vorgang) enthalten drei verschiedene Komponenten: Die Gleichungen, deren Parameter, die Eingangsgrößen. Die erste Komponente wird bei der Aufstellung des Modells festgelegt und sollte die innere Mechanik des Vorgangs beschreiben. Mit der zweiten Komponente wird das Modell an die zu beschreibenden Sachverhalte angepasst. Die dritte Komponente kommt hinzu, wenn das Modell auf einen anderen Vorgang angewendet wird als den, für des es aufgestellt wurde.
Wenn in der Anwendung eines Modells Murks herauskommt, kann das an allen drei Komponenten liegen. Und auch wenn kein explizites Modell vorliegt, wenden wir im Kopf ja trotzdem implizit welche an, um z.B. aus unseren Lebenserfahrungen Voraussagen für die Zukunft zu machen.
Man versteht als Outsider nicht, was mit der Betrachtung der Nationalökonomie als Naturwissenschaft oder als Sozialwissenschaft gemeint ist. Meiner Meinung nach dürfte jedenfalls erstes falsch sein. Der wesentliche Unterschied der Ökonomie zur Physik ist das Eingreifen von Menschen, die Ziele verfolgen, das tun Atome nicht. Man kann natürlich statistische Modelle aufstellen, aber gerade die Finanzkrise hat ja gezeigt, dass die Modelle genau dann versagen, wenn man sie am dringensten braucht.
Mathematik als logische Sprache der Modellbeschreibung
Philosophie sollte ein logisches Konzept sein, aber in der Anwendung wird es oft als loophole für Eitelkeiten verwendet.
Ich behaupte: Ökonomie ist schwieriger in Gesetze zu fassen als die Physik. Es gibt mindestens zwei Dimensionen mehr.
1. Die der Zeitabhängigkeit der Gesetze und
2. die Abhängigkeit der Gesetze mit den selbst beteiligten Akteuren.
Vielleicht gibt es da einmal eine Brücke zur Quantentheorie?
Fazit: Ökonomie ist eine grössere Herausforderung als Physik.