Bienen und Genpflanzen
Heute hat mich ein Kollege auf ein brisantes Thema aufmerksam gemacht: Beim Ausbringen von genmanipulierten Pflanzen muss laut Gesetz ein Sicherheitsabstand zu „normalen“ Pflanzen derselben Art von 200 Metern eingehalten werden. Dadurch soll eine gegenseitige Befruchtung ausgeschlossen werden. Gemeint ist dabei sicherlich das Verhindern einer Windbestäubung. Aber was ist mit den Bienen? Diese legen Wege von bis zu 6 km zurück, um Nektar von Blüten zu sammeln und bestäuben dabei nebenbei die besuchten Pflanzen, indem sie den Pollen von einer Pflanze zur anderen tragen. Offensichtlich werden diese Übertragungswege von veränderter DNA in den einschlägigen Gesetzen ignoriert, denn was wären die Konsequenzen? |
- Man dürfte im Umkreis von mindestens 6 km um ein Feld, auf dem genmanipulierte Pflanzen wachsen, keine natürlichen Pflanzen derselben Art dulden. 6 km Radius bedeuten 113 km2 Fläche.
- Oder man verbietet den Imkern, ihre Völker in demselben Radius aufzustellen, was dann bedeutet, dass auch sämtliche andere Pflanzen dieser Region nicht mehr befruchtet werden, keine Früchte tragen.
- Aber eigentlich reicht auch das nicht, da auch andere Insekten zur Bestäubung beitragen oder einfach nur vollkommen spontan, nichtindustriiell und unmanipuliert von Blüte zu Blüte fliegen. Deshalb: Für den gefahrlosen Betrieb eines einzigen Feldes mit genmanipulierten Pflanzen müssten sämtliche fliegenden Insekten auf einer Fläche von über 100 km2 ausgerottet werden. Alle in der Nahrungskette auf die Insekten folgenden Tiere wie Vögel und Kleinsäuger würden dort ebenfalls zugrunde gehen.
- Biobauern die Imker, weil deren Bienen gentechnisch veränderte Pollen auf Biopflanzen absetzen,
- oder Imker Bauern, weil diese mit ihren gentechnisch veränderten Pflanzen die Produktion natürlichen Honigs nicht mehr zulassen?
Kategorien: Natur, Politik
Montag, 13.August 2007





Heute hat mich ein Kollege auf ein brisantes Thema aufmerksam gemacht: Beim Ausbringen von genmanipulierten Pflanzen muss laut Gesetz ein Sicherheitsabstand zu „normalen“ Pflanzen derselben Art von 200 Metern eingehalten werden. Dadurch soll eine gegenseitige Befruchtung ausgeschlossen werden. Gemeint ist dabei sicherlich das Verhindern einer Windbestäubung.
300 m
Trotzdem habe ich mich auch schon öfter gefragt, wie die paar hundert Meter, um die da gefeilscht wird, ausreichen sollen. Wo doch nicht nur Pollen, sondern auch Saatgut manchmal größere Entfernungen zurücklegt, im Bauch von Vögeln oder wie auch immer. Jedenfalls, wer in einer Gegend wohnt, in der Raps angebaut wird und nicht jedes unbekannte Pflänzchen >10 mm sofort massakriert, hat ab und zu gelbe Blumen im Garten.
Ich finde genmanipulierten Mais (oder muss man pc sagen "gentechnisch veränderten"?) auch überflüssig, zumal hier ja praktisch alles Futtermais für die Fleischerzeugung ist.