Matthias Gerhards - 20. Juli, 21:26

Bei Mühle wundert mich das nicht. Nach einigen Spielen bemerkt man schnell, dass es eine sehr begrenzte Anzahl von Strategien gibt und eigentlich der Anziehende immer gewinnt, wenn er keinen Fehler macht. Dame ist schon viel komplizierter. Aber den Ergeiz kann ich gut verstehen. Ich spiele eigentlich nicht, weil ich immer einen so schrecklichen Ergeiz entwickle und dann völlig spaßfrei werde.

Köppnick - 20. Juli, 22:36

Mit dem Anzugsvorteil bist du im Irrtum. Nüscheler schreibt in seinem Buch:
Beim Schachspiel beweisen Statistiken, dass Weiß als Anziehender einen Vorteil hat und mehr Partien gewinnt. Solche vergleiche fehlen beim Mühlespiel.

Nach unseren Erfahrungen sind die Chancen eher umgekehrt. Schwarz kann den letzten Stein setzen und hat dadurch den Vorteil, als letzter eine Mühle bilden zu können.

Wie sieht es bei gleich starken Gegnern aus? Auch hier lehrt die Erfahrung, dass Schwarz im Vorteil ist. Weiß hat zwar den ersten Zug und ist beim Setzen immer einen Stein voraus, doch für Schwarz ist es der größere Vorteil, den letzten Stein setzen zu können.
Im Buch werden auch Stellungen analysiert, bei denen es von Nachteil ist, wenn man dem Gegner einen Stein wegnehmen kann und dann einen Stein mehr besitzt. Das kann dadurch zum Verlust führen, dass der Gegner springen kann und das Gegennehmen des nächsten Steines so planen kann, dass nacheinander zwei Steine und dadurch die Partie verloren gehen. Das ist der Grund dafür, dass viele Stellungen Remis enden - weil Gewinnversuche zum Verlust führen würden.

Interessant ist auch, dass das "perfekte Programm", also die Mühledatenbank, Turniere mit menschlicher Beteiligung häufig nicht gewinnt. Weil es "weiß", dass viele Stellungen Remis sind, spielt es in dieser Situation irgendeinen Remiszug - es kann nicht einschätzen, welche Stellungen für Menschen leicht und welche schwer zu spielen sind. Großmeister hingegen suchen in diesen objektiv Remisstellungen Züge heraus, bei denen es ihren Gegnern schwer fällt, die besten Züge zu finden und gewinnen auf diese Weise. Gegen das Programm hingegen halten sie leicht Remis. Am Ende haben sie mehr Siege in petto als die optimal spielende Datenbank.
Matthias Gerhards - 21. Juli, 07:01

Da fehlt mir offensichtliche die Erfahung. Aber mein letztes Mühlspiel ist auch ca. 20 Jahre her.

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Kommentare hier ...

Den letzten Absatz unterschreibe...
Den letzten Absatz unterschreibe ich voll. Das ist...
steppenhund - 25. Oktober, 18:00
Ich stelle fest, dass...
Ich stelle fest, dass ich momentan ganz schlecht denke,...
steppenhund - 25. Oktober, 17:55
@ Köppnick
Ich glaube auch nicht, dass sich die Situation für...
ostfriese - 25. Oktober, 12:53
@Ostfriese Ich glaube...
@Ostfriese Ich glaube nicht, dass sich die Situation...
Köppnick - 21. Oktober, 20:07
Hinzu kommt auch noch...
Hinzu kommt auch noch im Informationsdschungel das...
Metepsilonema - 21. Oktober, 08:58
Gedankenlosigkeit und...
... erfüllen zwar durchaus lebensdienliche Funktionen,...
ostfriese - 19. Oktober, 00:17
...
Muster - Das Hirn fällt sich allzuleicht in seinem...
rudolf33a - 18. Oktober, 22:51
Simulationen sind 'wir'...
... sowieso ;-) Welches Substrat unser Bewusstsein...
ostfriese - 18. Oktober, 22:36
Ich denke, wir können...
Ich denke, wir können uns auf Folgendes einigen....
Köppnick - 12. Oktober, 13:36
Gott redet zu uns Menschen. Immer...
Gott redet zu uns Menschen. Immer wieder - Gott ist...
rudolf33a - 12. Oktober, 13:15
"Gott ist Liebe" würde,...
"Gott ist Liebe" würde, wenn beide Begriffe identisch...
Köppnick - 12. Oktober, 12:43
Wow, das ist ja unbeschreiblich....
Wow, das ist ja unbeschreiblich. Mir fallen einfach...
Tom (Gast) - 12. Oktober, 11:06