Verrückt nach Mary
Eigentlich ist es ja völlig überflüssig, über „Verrückt nach Mary” eine Rezension zu schreiben, weil der Film schon einige Male im Fernsehen gelaufen ist, und jeder, der diese Art von schrägen Humor mag, ihn gesehen haben dürfte. Er fiel mir aber gerade jetzt wieder ein, als ich nach dem Wahlergebnis in den USA Dinge gesucht habe, die Amerikaner und Europäer gemeinsam haben. Tatsächlich kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Film in einem der Talibanstaaten dieser Welt gesendet oder gedreht werden könnte.
Wenn also keine richtige Rezension, dann wenigstens ein Serviervorschlag: Genießen Sie diesen Film zusammen mit ein paar Flaschen Bier und einigen Tüten Kartoffelchips und Ihren ein bis drei besten Kumpels an einem gemütlichen Männerabend. Geschirr wird keins benutzt, weil der Couchtisch als Ablage für die Füße dient, Besteck auch keins. In einer Hand wird die Bierflasche festgehalten, die andere bewegt sich immer abwechselnd Richtung Mund und Richtung Chipstüte.
Die Geschichte selbst ist ganz schnell erzählt: Ted (Ben Stiller) verliebt sich an der Highschool in Mary (Cameron Diaz), verliert sie aber nach der Schulzeit aus den Augen, weil er sich vor dem Abschlussball seinen besten Freund im Hosenstall eingeklemmt hat. Jahre später trifft er sie wieder, nach einem großen Showdown mit allen von Marys vergangenen Liebhabern und Verehrern gibt es ein Happyend, an dessen Zustandekommen der Zuschauer bei der Schrägheit der Komödie eigentlich nie einen Zweifel gehabt haben dürfte.
Den Film gibt es derzeit in drei Versionen: Eine entschärfte Fernsehversion, dann die Standardversion auf DVD, die inzwischen auch schon zur Primetime im deutschen Fernsehen lief, und eine um 19 Minuten verlängerte Ausgabe auf Doppel-DVD. Bei Amazon wird in einer Kundenrezension beklagt, dass auch die verlängerte Ausgabe noch nicht der Director's Cut ist. Tatsächlich lassen einige Dialoge nach Szenenwechseln vermuten, dass dort noch etwas Handlung fehlt, auf die sich die Gespräche der Personen beziehen.
Die DVD-Version ist ab 12 Jahre freigegeben, was ich wegen einer scharfen Masturbationsszene für ziemlich großzügig halte. Diese gipfelt darin, dass Mary bei Ben klingelt, „Ist das Haargel?” fragt, und in der nächsten Einstellung ihre berühmte Haarfestigerfrisur trägt.

Dem Film gelingt es interessanterweise, nicht ins Zotige abzugleiten. Dazu haben nicht nur Cameron Diaz und Ben Stiller beigetragen, sondern ganz allgemein alle Beteiligten. Zum Beispiel auch der Hund Puffy, der im Film einiges durchmachen muss, hier in inniger Liebe mit seiner Besitzerin Magda zu sehen. (Was haben sie der Schauspielerin Lin Shaye bloß aufs Gesicht geschmiert, dass sie der Hund so ausdauernd ableckt?)

Wenn man den Film gesehen und er einem gefallen hat, ist man anschließend so aufgedreht, dass man sich das auf der DVD enthaltene Musikvideo gleich zweimal zu Gemüte führt, einmal als Normal- und einmal als Karaoke-Version. Ich habe begeistert mitgesungen.
Kategorien: Filme
Wenn also keine richtige Rezension, dann wenigstens ein Serviervorschlag: Genießen Sie diesen Film zusammen mit ein paar Flaschen Bier und einigen Tüten Kartoffelchips und Ihren ein bis drei besten Kumpels an einem gemütlichen Männerabend. Geschirr wird keins benutzt, weil der Couchtisch als Ablage für die Füße dient, Besteck auch keins. In einer Hand wird die Bierflasche festgehalten, die andere bewegt sich immer abwechselnd Richtung Mund und Richtung Chipstüte.
Die Geschichte selbst ist ganz schnell erzählt: Ted (Ben Stiller) verliebt sich an der Highschool in Mary (Cameron Diaz), verliert sie aber nach der Schulzeit aus den Augen, weil er sich vor dem Abschlussball seinen besten Freund im Hosenstall eingeklemmt hat. Jahre später trifft er sie wieder, nach einem großen Showdown mit allen von Marys vergangenen Liebhabern und Verehrern gibt es ein Happyend, an dessen Zustandekommen der Zuschauer bei der Schrägheit der Komödie eigentlich nie einen Zweifel gehabt haben dürfte.
Den Film gibt es derzeit in drei Versionen: Eine entschärfte Fernsehversion, dann die Standardversion auf DVD, die inzwischen auch schon zur Primetime im deutschen Fernsehen lief, und eine um 19 Minuten verlängerte Ausgabe auf Doppel-DVD. Bei Amazon wird in einer Kundenrezension beklagt, dass auch die verlängerte Ausgabe noch nicht der Director's Cut ist. Tatsächlich lassen einige Dialoge nach Szenenwechseln vermuten, dass dort noch etwas Handlung fehlt, auf die sich die Gespräche der Personen beziehen.
Die DVD-Version ist ab 12 Jahre freigegeben, was ich wegen einer scharfen Masturbationsszene für ziemlich großzügig halte. Diese gipfelt darin, dass Mary bei Ben klingelt, „Ist das Haargel?” fragt, und in der nächsten Einstellung ihre berühmte Haarfestigerfrisur trägt.

Dem Film gelingt es interessanterweise, nicht ins Zotige abzugleiten. Dazu haben nicht nur Cameron Diaz und Ben Stiller beigetragen, sondern ganz allgemein alle Beteiligten. Zum Beispiel auch der Hund Puffy, der im Film einiges durchmachen muss, hier in inniger Liebe mit seiner Besitzerin Magda zu sehen. (Was haben sie der Schauspielerin Lin Shaye bloß aufs Gesicht geschmiert, dass sie der Hund so ausdauernd ableckt?)

Wenn man den Film gesehen und er einem gefallen hat, ist man anschließend so aufgedreht, dass man sich das auf der DVD enthaltene Musikvideo gleich zweimal zu Gemüte führt, einmal als Normal- und einmal als Karaoke-Version. Ich habe begeistert mitgesungen.
Kategorien: Filme
Samstag, 06.November 2004





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