Thomas Mehner, das Dritte Reich und die Atombombe
Von einem Freund wurde ich zum 17.7.2004 zu einer „Tagestour in die Vergangenheit” eingeladen. Er hatte mich mit den Schlagworten „Jonastal” und „deutsche Atombombe” neugierig gemacht. Die eintägige Busreise wurde organisiert von Herrn König, der in Arnstadt lebt und arbeitet und sich mit der Erforschung der dreizehnhundertjährigen Geschichte Arnstadts und der ganzen Gegend beschäftigt. Als weiterer Mitveranstaltender trat Thomas Mehner auf, der sich ebenfalls als Hobbyhistoriker betätigt.
Auf die Veranstaltung hatte ich mich überhaupt nicht vorbereitet. Beim ersten Aussteigen aus dem Bus musste ich feststellen, dass ich viel zu warm angezogen war, wenigstens hatte ich zum Schutz vor der Sonne ein grünes Basecap einstecken. Der Sommer diesen Jahres sollte offensichtlich auf den 17.7. fallen, es waren wohl knapp 30°. So folgte ich eher schläfrig den Ausführungen der beiden Veranstalter und wurde erst wach, als Herr Mehner erzählte, dass er Beweise hat, dass im März 1945 auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf eine Atombombe explodiert sei,
allerdings nur eine kleine, mit wenigen hundert Metern Vernichtungsradius. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften bemerkten davon nichts, weil es Nacht war und Fliegeralarm gegeben wurde. Nur eine Frau, die damals auf einer in der Nähe liegenden Burg wohnte und im vorigen Jahr verstorben ist, sah einen Lichtblitz aus dieser Richtung.
Nach Herrn Mehner wurde eine weitere interessante Neuentwicklung der Nazis ebenfalls im März 1945 in der Nähe getestet, eine Rakete mit einer größeren Reichweite als die V2. Die V2 wird militärhistorisch mit A3/A4 bezeichnet, die neue Rakete trug die Bezeichnung A9/A10 und sollte wohl eine Reichweite von 5000 km bekommen. Damit hätte man von deutschem Boden amerikanisches Territorium treffen können. Herr Mehner präsentierte Beweise, dass aus Thüringen eine solche Rakete gestartet wurde und es kurze Zeit später in Norwegen eine Explosion 6 Meter neben einem Haus gegeben hat. Die beeindruckende Treffergenauigkeit sollte diese Rakete einem Steuergerät verdanken, die im damaligen Siemens-Werk in Arnstadt produziert wurde und die Rakete über eine Entfernung von 2200 km sicher ins Ziel geleitete.
Ich habe im Anschluss an die Reise im Netz zu den Fakten über das Jonastal recherchiert. Die offizielle Geschichtsschreibung sagt: Gegen Ende des Dritten Reichs wurden überwiegend durch Häftlinge der umliegenden Konzentrationslager eine Reihe von Stollen in den Berg getrieben, deren Bedeutung bis heute nicht geklärt werden konnte. Die Anzahl der eingesetzten Häftlinge im Vergleich zur Größe der gefundenen Anlagen nährt die Spekulation, dass es eine Reihe weiterer unterirdischer Bauten geben muss. Arnstadt sollte zur Hauptstadt des Vierten Reichs werden, das neue Führerhauptquartier sei in der Nähe gebaut, es gebe Produktionsanlagen für Wunderwaffen, das Bernsteinzimmer wird in unserer Gegend gesucht, usw. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, muss einfach „Jonastal” in eine Suchmaschine eingeben. Man sollte nach dem Lesen der entsprechenden Artikel nicht versäumen, auf die Homepages der entsprechenden Links zu gehen und sich anschauen, welche Dinge die Betreiber noch geschrieben haben.
Zurück zur Atombombe: Herr Mehner hat in der Nähe des Orts der vermuteten Explosion Strahlenmessungen durchführen lassen. Dort wurde Betastrahlung festgestellt, die dreimal größer als die natürliche Dosis ist. Betastrahlung sind Elektronen, die bei der Umwandlung von Neutronen in Protonen abgegeben werden. Wenn man bedenkt, dass 60 Jahre nach den Atombombenabwürfen Hiroshima und Nagasaki normale Städte sind, dann sind erhöhte Strahlenwerte bei einer viel kleineren Explosion eher ungewöhnlich, wieso Betastrahlung und wieso war es überhaupt eine so kleine Explosion? Herr Mehner hatte daraufhin die verblüffende Erklärung, dass es sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt haben muss, weil diese viel kleiner zu bauen und besser zu dosieren sei und es keiner kritischen Masse an Uran bedarf. Die für die Verschmelzung des Wasserstoffs notwendige Temperatur von einer Million Grad wurde dazu durch die Explosion eines hocheffektiven chemischen Sprengstoffs erzeugt, der sich ebenfalls in der Bombe befand. (Im Anhang an diesen Text ein paar Anmerkungen, Links und Baupläne für Atombomben.)
Allerdings hätte auch physikalischen Laien ein Widerspruch in seinen späteren Ausführungen auffallen müssen. Er wies nämlich darauf hin, dass die Amerikaner 1945 drei Atombomben zündeten:
Der größte Teil des Publikums war schwer beeindruckt. Beim Mittagessen saß ich neben einem Herrn, der mich stillschweigen ließ und sagte, wie gut es sei, dass, nachdem die Wahrheit über die Erfindung des Düsenjägers und des Überschallknalls durch Deutschland herausgekommen war, nun endlich auch die Erfindung der Atombombe und der Interkontinentalrakete durch Deutsche zweifelsfrei festgestellt werden konnte. Zuvor hatte ich versucht, anhand verschiedener Konstruktionsprinzipien von Atombomben die Unmöglichkeit der Ohrdruf-Bombe zu zeigen. Später erklärte er den Anwesenden an unserem Tisch, wie seiner Meinung nach die Interkontinentalrakete funktioniert: Sie steigt auf, die Erde dreht sich unter ihr weg, dann fällt sie wieder herunter.
Was habe ich an diesem Tag noch gesehen und erfahren:
Wer einen detaillierten Bereicht über die Forschungsergebnisse von Herrn Mehner lesen möchte, dem empfehle ich: Bericht zu Thomas Mehner: „Geheimtechnologien des 3. Reiches” beim Regentreffforum. Am Ende dieses Artikels wird angedeutet, dass die Deutschen 1945 auch bei dem Forschungsgegenstand „Antigravitation” schon weit fortgeschritten waren. Auf der Homepage des Regentreffforums liest man:
Anhang: Atombomben, Konstruktion und Eigenbau
Auf die Veranstaltung hatte ich mich überhaupt nicht vorbereitet. Beim ersten Aussteigen aus dem Bus musste ich feststellen, dass ich viel zu warm angezogen war, wenigstens hatte ich zum Schutz vor der Sonne ein grünes Basecap einstecken. Der Sommer diesen Jahres sollte offensichtlich auf den 17.7. fallen, es waren wohl knapp 30°. So folgte ich eher schläfrig den Ausführungen der beiden Veranstalter und wurde erst wach, als Herr Mehner erzählte, dass er Beweise hat, dass im März 1945 auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf eine Atombombe explodiert sei,
allerdings nur eine kleine, mit wenigen hundert Metern Vernichtungsradius. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften bemerkten davon nichts, weil es Nacht war und Fliegeralarm gegeben wurde. Nur eine Frau, die damals auf einer in der Nähe liegenden Burg wohnte und im vorigen Jahr verstorben ist, sah einen Lichtblitz aus dieser Richtung.
Nach Herrn Mehner wurde eine weitere interessante Neuentwicklung der Nazis ebenfalls im März 1945 in der Nähe getestet, eine Rakete mit einer größeren Reichweite als die V2. Die V2 wird militärhistorisch mit A3/A4 bezeichnet, die neue Rakete trug die Bezeichnung A9/A10 und sollte wohl eine Reichweite von 5000 km bekommen. Damit hätte man von deutschem Boden amerikanisches Territorium treffen können. Herr Mehner präsentierte Beweise, dass aus Thüringen eine solche Rakete gestartet wurde und es kurze Zeit später in Norwegen eine Explosion 6 Meter neben einem Haus gegeben hat. Die beeindruckende Treffergenauigkeit sollte diese Rakete einem Steuergerät verdanken, die im damaligen Siemens-Werk in Arnstadt produziert wurde und die Rakete über eine Entfernung von 2200 km sicher ins Ziel geleitete.
Ich habe im Anschluss an die Reise im Netz zu den Fakten über das Jonastal recherchiert. Die offizielle Geschichtsschreibung sagt: Gegen Ende des Dritten Reichs wurden überwiegend durch Häftlinge der umliegenden Konzentrationslager eine Reihe von Stollen in den Berg getrieben, deren Bedeutung bis heute nicht geklärt werden konnte. Die Anzahl der eingesetzten Häftlinge im Vergleich zur Größe der gefundenen Anlagen nährt die Spekulation, dass es eine Reihe weiterer unterirdischer Bauten geben muss. Arnstadt sollte zur Hauptstadt des Vierten Reichs werden, das neue Führerhauptquartier sei in der Nähe gebaut, es gebe Produktionsanlagen für Wunderwaffen, das Bernsteinzimmer wird in unserer Gegend gesucht, usw. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, muss einfach „Jonastal” in eine Suchmaschine eingeben. Man sollte nach dem Lesen der entsprechenden Artikel nicht versäumen, auf die Homepages der entsprechenden Links zu gehen und sich anschauen, welche Dinge die Betreiber noch geschrieben haben.
Zurück zur Atombombe: Herr Mehner hat in der Nähe des Orts der vermuteten Explosion Strahlenmessungen durchführen lassen. Dort wurde Betastrahlung festgestellt, die dreimal größer als die natürliche Dosis ist. Betastrahlung sind Elektronen, die bei der Umwandlung von Neutronen in Protonen abgegeben werden. Wenn man bedenkt, dass 60 Jahre nach den Atombombenabwürfen Hiroshima und Nagasaki normale Städte sind, dann sind erhöhte Strahlenwerte bei einer viel kleineren Explosion eher ungewöhnlich, wieso Betastrahlung und wieso war es überhaupt eine so kleine Explosion? Herr Mehner hatte daraufhin die verblüffende Erklärung, dass es sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt haben muss, weil diese viel kleiner zu bauen und besser zu dosieren sei und es keiner kritischen Masse an Uran bedarf. Die für die Verschmelzung des Wasserstoffs notwendige Temperatur von einer Million Grad wurde dazu durch die Explosion eines hocheffektiven chemischen Sprengstoffs erzeugt, der sich ebenfalls in der Bombe befand. (Im Anhang an diesen Text ein paar Anmerkungen, Links und Baupläne für Atombomben.)
Allerdings hätte auch physikalischen Laien ein Widerspruch in seinen späteren Ausführungen auffallen müssen. Er wies nämlich darauf hin, dass die Amerikaner 1945 drei Atombomben zündeten:
- „The Gadget” am 16. Juli in einer Wüste in New Mexico war eine Plutoniumbombe,
- „Little_Boy” am 6. August in Hiroshima eine Uranbombe,
- „Fat_Man” am 9. August wiederum eine Plutoniumbombe.
Der größte Teil des Publikums war schwer beeindruckt. Beim Mittagessen saß ich neben einem Herrn, der mich stillschweigen ließ und sagte, wie gut es sei, dass, nachdem die Wahrheit über die Erfindung des Düsenjägers und des Überschallknalls durch Deutschland herausgekommen war, nun endlich auch die Erfindung der Atombombe und der Interkontinentalrakete durch Deutsche zweifelsfrei festgestellt werden konnte. Zuvor hatte ich versucht, anhand verschiedener Konstruktionsprinzipien von Atombomben die Unmöglichkeit der Ohrdruf-Bombe zu zeigen. Später erklärte er den Anwesenden an unserem Tisch, wie seiner Meinung nach die Interkontinentalrakete funktioniert: Sie steigt auf, die Erde dreht sich unter ihr weg, dann fällt sie wieder herunter.
Was habe ich an diesem Tag noch gesehen und erfahren:
- Ich habe auf einer grünen Wiesen gestanden, von der man das Schloss sehen kann, von der eine Frau 1945 bei einem Luftalarm einen Lichtblitz gesehen hat. Auf dieser Wiese soll sich auch eine unterirdische Abschussrampe befunden haben. Auf dieser Wiese hat früher eine Waffenfabrik gestanden haben, in der Raketen produziert wurden.
- Ich habe auf einem Hügel gestanden und auf einen zweiten Hügel geschaut, unter dem sich das neue Führerhauptquartier befunden haben könnte. Auf diesem Hügel wurden Wachstumsanomalien des Getreides beobachtet und fotografiert.
- Ich weiß jetzt, das Führerhauptquartiere am besten auf Hügeln angelegt werden, damit Führer einen besseren Überblick haben.
- Wenn Schützengräben die Richtung wechseln, dann schachten die Russen diese eher bogenförmig aus, während die Deutschen scharfe Kanten bevorzugen.
- Ich habe vor dem Zaun des Truppenübungsplatzes Ohrdruf gestanden und erfahren, dass der Kommandant einem Besuch unserer Gruppe nicht zugestimmt hat.
- Ich habe einen Stein in der Nähe der Stollen des Jonastal gesehen, auf dem „1936” stand, obwohl doch die offiziellen Bauarbeiten dort erst 1944 begannen.
- Herr Mehner hat die ganze Zeit betont, dass alle "Berufs"historiker die historische Wahrheit vertuschen wollen und kein Interesse daran haben, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Aber die Geschichte werde seine Version bestätigen.
- Es wurden eine Fülle von Zeugenaussagen von Beteiligten vorgelesen. Alle waren anonym bzw. mit dem Namen unterzeichnet, den die Beteiligten damals hatten, die aber jetzt selbstverständlich unter einem anderen Namen leben. In allen Briefen wurde die Anonymität damit verteidigt, dass man im Dritten Reich einen Eid geschworen habe und es eine Organisation bzw. Geheimdienste bzw. jüdische Organisationen gibt, die sie ermorden lassen würden, wenn sie diese Geheimnisse unter Angabe ihrer Namen preisgeben würden.
- Die Glaubwürdigkeit der Zeugenaussagen wurde damit begründet, dass darin Tatsachen vorkommen, die nur den Beteiligten bekannt sind.
Wer einen detaillierten Bereicht über die Forschungsergebnisse von Herrn Mehner lesen möchte, dem empfehle ich: Bericht zu Thomas Mehner: „Geheimtechnologien des 3. Reiches” beim Regentreffforum. Am Ende dieses Artikels wird angedeutet, dass die Deutschen 1945 auch bei dem Forschungsgegenstand „Antigravitation” schon weit fortgeschritten waren. Auf der Homepage des Regentreffforums liest man:
Sie befinden sich auf der offiziellen Forumsseite des „Freien Treffs für Grenzwissenschaften Regen/Bayern”. Hier können alle Themen behandelt werden, die im Entferntesten mit Grenzwissen zu tun haben, z. B. Themen wie Ufos, Geheimgesellschaften, Geheimtechnologien, Zeitgeschichte, Verschwörungen, Esoterik, Mythen, und und und…Insgesamt bereue ich die Ausgabe von 28 Euro an diesem Tag keinesfalls, weil ich doch einige Dinge über meinen Heimatkreis erfahren habe, die ich noch nicht wusste und die weitere Nachforschungen lohnen. Es ist nur ziemlich erstaunlich, wie leicht Menschen von etwas zu überzeugen sind. Wäre nicht die Atombombengeschichte gewesen, dann wäre alles an mir glaubhaft vorbeigeplätschert und es wäre ein ganz normaler Ausflug gewesen.
Anhang: Atombomben, Konstruktion und Eigenbau
- Für besonders Ungeduldige zunächst eine Bauanleitung für eine eigene Atombombe.
- Für Wissbegierige die sehr gut gestaltete Wikipedia-Seite.
- Auf einer von dort erreichbaren Seite zum Aufbau von Wasserstoffbomben wird deutlich gesagt, dass eine Wasserstoffbombe eine Kernspaltungsbombe als Zünder benötigt, nur so sind die hohen Temperaturen erreichbar, die zum Starten der Kernfusion gebraucht werden. Eine Explosion eines konventionellen Sprengstoffs erreicht maximal ein paar tausend Grad.
Sonntag, 18.Juli 2004




