Genetische Prädisposition von Introvertiertheit?
Ein stiller, zurückhaltender und nachdenklicher Mann erinnert sich nur äußerst ungern an die Klassenfete, in der er sich einst, schrecklich schüttelnd ob des widerlichen Geschmacks, mit irgend einem Fusel Mut angetrunken hatte. Genau in dem Moment, als er sich mit weichen Knien erheben und zu einer von ihm verehrten Mitschülerin gehen wollte, um ihr seine Liebe zu gestehen, musste er mitansehen, wie irgendein lauter und dummer Dödel ihm zuvor kam und die Angebetete zum Tanzen führte.
Zehn Jahre darauf war er erwachsen und ein Frauenversteher und guter Kumpel geworden. Häufig hat sie sich an seiner Schulter ausgeheult und ihm berichtet, was für ein widerlicher Schuft ihr Freund doch sei. Bald darauf war sie schwanger und er wurde selbstverständlich zur Hochzeit eingeladen.
Weitere zehn Jahre später hat ihr Mann sie mit den Kindern sitzen gelassen. Obwohl er ihr immer noch symphatisch war, wollte sie nun von Männern überhaupt nichts mehr wissen. Alle Männer sind Schweine! Ein weiterer Beweis weiblicher Unlogik, weil sie doch in den letzten Jahren ihren gesamten Kummer über den Deppen zu Hause genau einem solchen Vertreter der menschlichen Spezies anvertraut hatte.
Der entwickelte im Laufe der Zeit ein für ihn selbst befriedigende Erklärung für das zunächst unbegreifliche Verhalten dieser Frau. Was er zunächst nur für Erscheinungen aus dem Tierreich gehalten hatte, wo ja auch das größte Geweih beim Hirsch, die prächtigsten Federn beim Pfau und das lauteste Kikeriki beim Hahn den Fortpflanzungserfolg garantieren, schien offenbar auch für die Menschenweibchen zu gelten.
Es gibt heute nur noch eine einzige Frage, die ihn daran hindert, sich endgültig von den so irrational handelnden Frauen abzuwenden. Wenn tatsächlich Introvertiertheit genetisch determiniert ist, woher kommen dann in jeder Generation aufs neue diese stillen, zurückhaltenden und nachdenklichen Vertreter des männlichen Geschlechts?
Kategorien: Frauen
Zehn Jahre darauf war er erwachsen und ein Frauenversteher und guter Kumpel geworden. Häufig hat sie sich an seiner Schulter ausgeheult und ihm berichtet, was für ein widerlicher Schuft ihr Freund doch sei. Bald darauf war sie schwanger und er wurde selbstverständlich zur Hochzeit eingeladen.
Weitere zehn Jahre später hat ihr Mann sie mit den Kindern sitzen gelassen. Obwohl er ihr immer noch symphatisch war, wollte sie nun von Männern überhaupt nichts mehr wissen. Alle Männer sind Schweine! Ein weiterer Beweis weiblicher Unlogik, weil sie doch in den letzten Jahren ihren gesamten Kummer über den Deppen zu Hause genau einem solchen Vertreter der menschlichen Spezies anvertraut hatte.
Der entwickelte im Laufe der Zeit ein für ihn selbst befriedigende Erklärung für das zunächst unbegreifliche Verhalten dieser Frau. Was er zunächst nur für Erscheinungen aus dem Tierreich gehalten hatte, wo ja auch das größte Geweih beim Hirsch, die prächtigsten Federn beim Pfau und das lauteste Kikeriki beim Hahn den Fortpflanzungserfolg garantieren, schien offenbar auch für die Menschenweibchen zu gelten.
Es gibt heute nur noch eine einzige Frage, die ihn daran hindert, sich endgültig von den so irrational handelnden Frauen abzuwenden. Wenn tatsächlich Introvertiertheit genetisch determiniert ist, woher kommen dann in jeder Generation aufs neue diese stillen, zurückhaltenden und nachdenklichen Vertreter des männlichen Geschlechts?
Kategorien: Frauen
Montag, 10.November 2003




