Duell für drei
Rätselautoren entwerfen nicht ständig neue Aufgaben, manchmal lesen sie zur eigenen Inspiration auch das eine oder andere Buch oder lösen selbst ein Rätsel. Nach einer sehr spannenden Lektüre kommen ihnen oft besonders verrückte Ideen für Neues. So auch in diesem Fall. Nachdem der Rätselautor das Buch bis zur letzten Seite verschlungen hatte, setzte er sich an den Rechner und tippte die folgende neue Aufgabe ein.
Nach dem Eintippen dieser letzten Frage hatte der vor dem Bildschirm sitzende Rätselautor seine Aufgabe beendet. Zufrieden drückte er auf den "Abschicken"-Knopf und schob die Tastatur erst einmal weit von sich. Eine Frage hatte er allerdings vergessen zu stellen:
Duell für drei
Es waren einmal drei Freunde, ein Mathematiker, ein Rätselautor und ein Offizier. Die drei trafen sich ab und zu, um von ihren Erlebnissen zu erzählen. Eines Abends las der Rätselautor aus seiner neuesten Aufgabe vor:Duell für dreiNachdem der Rätselautor seine neueste Aufgabe vorgelesen hatte, schwiegen die beiden Freunde lange. Dann sprach zuerst der Mathematiker: „Ich kann mich gut in meinen Berufskollegen hineinversetzen und ahne, worauf er geschossen hat. Das ist sicher auch nicht weiter schwierig zu berechnen.”
Es waren einmal drei Freunde, ein Mathematiker, ein Rätselautor und ein Offizier. Die drei trafen sich ab und zu, um von ihren Erlebnissen zu erzählen. Eines Abends gerieten sie über das neueste Werk des Rätselautors in einen furchtbaren Streit, der ihre Freundschaft für immer beendete. Voller Wut und Hass aufeinander beschlossen sie, die Entscheidung in ihrem Streit in einem Pistolen-Duell bis zum Tod zu suchen, Mann gegen Mann, jeder gegen jeden.
Die Schießkünste der drei waren aber sehr unterschiedlich. Der Mathematiker traf im Schnitt mit jedem dritten Schuss. Der Rätselautor, dessen Militärzeit nicht ganz so weit zurücklag, mit zwei von drei Schüssen. Beim Offizier ging natürlich jeder Schuss ins Ziel. Um die Chancen beim „Duell für drei” etwas auszugleichen, vereinbarten sie folgenden Ablauf:In der Nach vor dem „Duell für drei” konnte der Mathematiker nicht schlafen. Immer und immer wieder prüfte er seine Berechnungen, weil selbst ihm das Resultat so merkwürdig vorkam. Trotzdem hielt er sich beim ersten Schuss streng an seine eigene Berechnung.
- Zuerst darf der Mathematiker einen Schuss auf das Ziel seiner Wahl abgeben.
- Dann darf (falls er noch lebt) der Rätselautor einmal schießen.
- Zuletzt ist (ebenfalls unter dieser Voraussetzung) der Offizier am Schuss.
- Diese Reihenfolge wird solange fortgesetzt, bis es nur noch einen Überlebenden gibt.
- Auf welches Ziel feuerte der Mathematiker mit seinem ersten Schuss?
- Wer von den dreien hatte die höchsten Überlebenschancen?
Der Offizier bemerkte: „Der Name Deiner Geschichte ist allerdings etwas eigenartig: Duell für drei!? Das ist doch ein Widerspruch in sich, ein Du-ell findet zwischen zwei Personen statt, hier sind es aber drei! Fällt Dir nicht etwas Besseres ein?” Darauf erwiderte der Autor: „Ich muss gestehen, dass ich meine Geschichte abgeschrieben habe. Damit man mir nicht allzu schnell auf die Schliche kommt, habe ich sie etwas verändert und musste auch die Überschrift wechseln. Mit dem richtigen Schlüsselwort findet man im Internet leicht die Lösung. Deshalb stelle ich noch zwei weitere Fragen:
- Wie war die eigentliche Überschrift der Geschichte?
- Wie waren die Familiennamen des Mathematikers, des Rätselautors und des Offiziers?
Nach dem Eintippen dieser letzten Frage hatte der vor dem Bildschirm sitzende Rätselautor seine Aufgabe beendet. Zufrieden drückte er auf den "Abschicken"-Knopf und schob die Tastatur erst einmal weit von sich. Eine Frage hatte er allerdings vergessen zu stellen:
- Wie hieß das Buch, dass er selbst zuletzt gelesen hatte?
Montag, 06.Oktober 2003




