Der Kalender der Dinosaurier

Welche Antwort würde uns ein dinosaurischer Astronom vor 100 Millionen Jahren gegeben haben, wenn wir ihn nach der Anzahl der Tage im Jahr gefragt hätten?

Bereits in der Urgesellschaft sah sich der Mensch der Notwendigkeit ausgesetzt, sein Leben nach den Tages- und Jahreszeiten auszurichten, weil diese wesentlich das Wetter bestimmten und damit über Fortpflanzungs-, Ernte- und Jagderfolg entschieden haben. Astronomie und Metereologie gehören deshalb zu den ältesten Wissenschaftszweigen überhaupt. Bereits frühzeitig begann man, die Zahl der Tage im Jahr zu zählen und darauf aufbauend einen Jahreskalender zu konstruieren. Eine Umdrehung der Erde um sich selbst bestimmt die Länge eines Tages, ein Umlauf der Erde um die Sonne definiert ein Jahr.

Da die Zahl der Tage nicht ganzzahlig in ein Jahr passt, wurden einige Male Kalenderreformen durchgeführt. Wir schieben heute alle vier Jahre einen Schalttag ein, am Ende der Jahrhunderte (z.B. 1900 oder 2100) entfallen die Schaltjahre, alle 400 Jahre finden sie doch statt (z.B. 2000). Ab und zu muss auch mal eine Sekunde eingefügt werden, weil die mit Atomuhren gemessene Zeit nicht mit der in der Astronomie gebräuchlichen überein stimmt.

Obwohl es nur wenige hunderttausend Jahre her ist, als unsere Vorfahren über die Erde spazierten, sind aus dieser Zeit erstaunlich wenig Fundstücke bekannt. Dabei sind Menschen nicht die ersten Bewohner der Erde. Im Vergleich zu unserer Ahnengeschichte liegt das Zeitalter der Dinosaurier sehr viel weiter zurück, etwa vor 200 bis 65 Millionen Jahre beherrschten sie die Erde.

Wenn wir eine Zeitreise zu den Dinosauriern unternehmen und ihnen Fragen stellen wollen, dann ist es zweckmäßig, vernunftbegabte und mit uns kommuniszierende Saurier vorauszusetzen. Leider ist es viel zu lange her, um wissen zu können, ob es sie gegeben hat oder nicht. Eines ist aber klar: Wenn sie jemals existierten, dann betrieben sie genau wie wir Astronomie und Metereologie und benutzten dazu sicherlich einen Kalender. Da sich auch zu ihren Lebzeiten die Erde um sich selbst und um die Sonne gedreht hat, würde sich der Aufbau ihres Kalenders nicht so wesentlich von unserem unterschieden haben, deshalb meine bereits eingangs gestellte Frage:

Welche Antwort würde uns ein dinosaurischer Astronom vor 100 Millionen Jahren gegeben haben, wenn wir ihn nach der Anzahl der Tage im Jahr gefragt hätten?

Interessante Artikel zum Thema Kalender und Verwandtes findet man unter den folgenden Links:
http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/2554/kalender.htm
http://www.astro.unibas.ch/~wenger/Fragen.shtml
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,262918,00.html
http://www.sternwarte-singen.de/mond_gezeiten1.htm

Leider sind sich die Autoren dieser Beiträge bezüglich der exakten Größe des hier diskutierten Vorgangs nicht ganz einig, sodass man mindestens zwei verschiedene Lösungen auf die Frage berechnen kann. Im Umkreis dieser ziemlich verrückten Aufgabe lassen sich aber eine Menge weitere merkwürdige Fragen finden, die nur eine qualitative Antwort erfordern, zum Beispiel:
  • Sind Gezeitenkraftwerke eine regenerative Energiequelle?
  • Verbessern Windkraftwerke die Genauigkeit astronomischer Beobachtungen?
  • Haben Dinosaurier die für uns unsichtbare Rückseite des Mondes gesehen?
Kategorien: Physik

Trackback URL:
http://kwakuananse.twoday.net/stories/4026775/modTrackback

Kommentare hier ...

Ich würde es etwas anders ausdrücken:...
Metepsilonema - 18. Juli, 21:48
Ich halte es durchaus für vertretbar,...
Metepsilonema - 15. Juli, 21:54
Ich halte es durchaus für vertretbar,...
Köppnick - 14. Juli, 22:05
Beweiskraft gibt es generell keine, denn...
Metepsilonema - 14. Juli, 19:16
Deine beiden Sätze sind grammatisch...
Köppnick - 14. Juli, 07:30
Und genau diese Innovation verlieren wir...
steppenhund - 13. Juli, 21:05
@isv_rp
Metepsilonema - 11. Juli, 23:53
Ich halte es für einen fatalen Irrtum...
Köppnick - 11. Juli, 20:06
Splitter
Gregor Keuschnig - 11. Juli, 18:23