Beständiges Wachstum am Rande Deutschlands
Der Weg war auf meiner Karte mit 4,5 km angegeben, am Startpunkt fand ich ein Schild mit der Aufschrift „Zum Leuchtturm 75 min”, gebraucht habe ich 1,5 h. Vielleicht war das bereits eine Auswirkung des ständigen Wachstums, die fortdauernde Verlängerung der Strecke?

Jedenfalls zog und zog sich der Weg, ich verfluchte meinen Entschluss zu Fuß zu gehen. Unterwegs wurde ich von ungefähr hunderttausend Radfahrern überholt, denn der Platz des ständigen Wachstums ist für Autofahrer gesperrt. Das Wachstum erfolgt nicht selbständig, vielmehr ist ein kontinuierlicher Materialtransport aus dem Westen (woher auch sonst?) notwendig. Nicht einmal zu Fuß darf man zum eigentlichen Ort des Geschehens; den besten Überblick erhält man noch dadurch, dass man den vermutlich extra zu diesem Zweck erhaltenen Leuchtturm besteigt.

Das Wachstum soll etwa 10 Meter im Jahr betragen, aber so richtig selbsttragend ist das Gewachsene nicht, für den Rückweg musste ich einen Bohlenweg benutzen. Wenigstens ist dieser für Radfahrer gesperrt, auch alle anderen gingen zu Fuß. Die Sonne kam zurück, und die ausgedehnten Wasserflächen, die für die berüchtigte Mückenplage im Sommer sorgen, lagen im Licht.

Man kann einen Teil des Wegs am Ufer zurücklegen, wobei man den größten FKK-Strand Deutschlands mit feinstem weißen Sand passiert. Vorsorglich hatte ich meine Kamera in Sicherheit gebracht, aber eigentlich wäre das nicht nötig gewesen. Bei Wassertemperaturen von 6 und Lufttemperaturen von 10 Grad und einem stellenweise böigen Wind räkelte sich niemand lustvoll am Strand, niemand wollte mir Kamera, Hose oder Jacke entreißen.
In einem Souvenirlädchen an der Strandpromenade hatte ich bereits einen Beutel mit vielen schönen Muscheln und Schneckengehäusen in der Hand. Er war mir aufgefallen, weil zufällig in einer der weißen Muscheln ein kleiner roter Seestern lag. Dann entdeckte ich jedoch einen zweiten Beutel und danach noch viele weitere, in denen an etwa derselben Stelle ein etwa gleich großer roter Seestern war. So leicht wollte ich es den Neppverkäufern doch nicht machen und ließ den Kauf sein. Nach 4 Stunden war ich zurück. Nächstes Mal werde auch ich wohl das Fahrrad nehmen, um zum Darßer Ort zu kommen.
Kategorien: Reiseberichte

Jedenfalls zog und zog sich der Weg, ich verfluchte meinen Entschluss zu Fuß zu gehen. Unterwegs wurde ich von ungefähr hunderttausend Radfahrern überholt, denn der Platz des ständigen Wachstums ist für Autofahrer gesperrt. Das Wachstum erfolgt nicht selbständig, vielmehr ist ein kontinuierlicher Materialtransport aus dem Westen (woher auch sonst?) notwendig. Nicht einmal zu Fuß darf man zum eigentlichen Ort des Geschehens; den besten Überblick erhält man noch dadurch, dass man den vermutlich extra zu diesem Zweck erhaltenen Leuchtturm besteigt.

Das Wachstum soll etwa 10 Meter im Jahr betragen, aber so richtig selbsttragend ist das Gewachsene nicht, für den Rückweg musste ich einen Bohlenweg benutzen. Wenigstens ist dieser für Radfahrer gesperrt, auch alle anderen gingen zu Fuß. Die Sonne kam zurück, und die ausgedehnten Wasserflächen, die für die berüchtigte Mückenplage im Sommer sorgen, lagen im Licht.

Man kann einen Teil des Wegs am Ufer zurücklegen, wobei man den größten FKK-Strand Deutschlands mit feinstem weißen Sand passiert. Vorsorglich hatte ich meine Kamera in Sicherheit gebracht, aber eigentlich wäre das nicht nötig gewesen. Bei Wassertemperaturen von 6 und Lufttemperaturen von 10 Grad und einem stellenweise böigen Wind räkelte sich niemand lustvoll am Strand, niemand wollte mir Kamera, Hose oder Jacke entreißen.
In einem Souvenirlädchen an der Strandpromenade hatte ich bereits einen Beutel mit vielen schönen Muscheln und Schneckengehäusen in der Hand. Er war mir aufgefallen, weil zufällig in einer der weißen Muscheln ein kleiner roter Seestern lag. Dann entdeckte ich jedoch einen zweiten Beutel und danach noch viele weitere, in denen an etwa derselben Stelle ein etwa gleich großer roter Seestern war. So leicht wollte ich es den Neppverkäufern doch nicht machen und ließ den Kauf sein. Nach 4 Stunden war ich zurück. Nächstes Mal werde auch ich wohl das Fahrrad nehmen, um zum Darßer Ort zu kommen.
Kategorien: Reiseberichte
Dienstag, 10.Mai 2005




