Frauentag
Heute ist der Internationale Frauentag, zu DDR-Zeiten genutzt, um den Frauen für ihre Arbeit zu danken. Meistens war das ziemlich peinlich, weil solche Sätze wie „Kommt Kinder, heute wollen wir der Mutti an ihrem Ehrentag bei der Arbeit im Haushalt helfen!” doch eher auf eine real existierende Ungleichheit der Geschlechter hinwies.

Wegen der Herkunft aus der Arbeiterbewegung war der Tag in der alten Bundesrepublik unbeliebt. Eine der ersten Streiterinnen für einen „Frauentag” war Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts Clara Zetkin. Damals kämpfte man um den Achtstundentag, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Urlaub für Schwangere, die Gleichstellung im Arbeitsrecht, etc.
Im Westen feierte man nach dem 2. Weltkrieg stattdessen den Muttertag, eine ähnliche Peinlichkeit wie den Frauentag in der DDR, nur noch mit der zusätzlichen Konnotation, die Hauptaufgabe der Frau in der häuslichen Aufzucht der Kinder zu sehen. Auch dieser Tag eignet sich sehr schön für großartige Politikerreden, an den übrigen 364 Tagen des Jahres kann man dann wieder die normale Tagespolitik machen und weiterhin fehlende Kinderkrippen- und gartenplätze oder Ganztagesangebote in Schulen auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben.
Nimmt man den Frauentag zum Maßstab für die Angleichung zwischen Ost und West, dann ist diese nahezu abgeschlossen. Heute morgen war ich der Einzige in meiner Firma, der daran gedacht hatte, nicht mal die Frauen hatten sich erinnert. Na gut, dann also nächstens nur noch Glückwünsche für die „Muttis” am Muttertag. Den Männertag hingegen hat noch nie jemand vergessen, da liegen überall Besoffene in unseren Wäldern herum.
Kategorien: Frauen

Wegen der Herkunft aus der Arbeiterbewegung war der Tag in der alten Bundesrepublik unbeliebt. Eine der ersten Streiterinnen für einen „Frauentag” war Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts Clara Zetkin. Damals kämpfte man um den Achtstundentag, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Urlaub für Schwangere, die Gleichstellung im Arbeitsrecht, etc.
Im Westen feierte man nach dem 2. Weltkrieg stattdessen den Muttertag, eine ähnliche Peinlichkeit wie den Frauentag in der DDR, nur noch mit der zusätzlichen Konnotation, die Hauptaufgabe der Frau in der häuslichen Aufzucht der Kinder zu sehen. Auch dieser Tag eignet sich sehr schön für großartige Politikerreden, an den übrigen 364 Tagen des Jahres kann man dann wieder die normale Tagespolitik machen und weiterhin fehlende Kinderkrippen- und gartenplätze oder Ganztagesangebote in Schulen auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben.
Nimmt man den Frauentag zum Maßstab für die Angleichung zwischen Ost und West, dann ist diese nahezu abgeschlossen. Heute morgen war ich der Einzige in meiner Firma, der daran gedacht hatte, nicht mal die Frauen hatten sich erinnert. Na gut, dann also nächstens nur noch Glückwünsche für die „Muttis” am Muttertag. Den Männertag hingegen hat noch nie jemand vergessen, da liegen überall Besoffene in unseren Wäldern herum.
Kategorien: Frauen
Dienstag, 08.März 2005





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