Dendrobium, Vanda und Biophotonen
Meine teuersten Mitbringsel aus Thailand waren drei Gläser mit Orchideen-Jungpflanzen. Im Urlaub auf Besuch in einer Orchideenfarm konnte ich nicht widerstehen, zu phantastisch waren die dort zu sehenden Blüten. Je ein Glas mit Dendrobium-, rot bzw. blau blühenden Vanda-Hybriden flogen gut verpackt in meinem Koffer mit mir nach Deutschland zurück.
Die Pflänzchen in den drei Gläsern waren unterschiedlich groß, der Verkäufer schätzte, dass sie jeweils noch einen, zwei bzw. drei Monate in den Gläsern verbleiben sollten. An diesem Wochenende war der Behälter mit den größten Pflanzen überfällig. Ein kurzer Schlag mit dem Hammer auf das Glas, und ich konnte die Setzlinge entnehmen.

Links: Eines der drei Pflanzengläser. Rechts: Auspflanzung. Sowohl Dendrobrium- als auch Vanda-Orchideen wachsen in ihrer Heimat epiphytisch, d.h. ohne Erde als Aufsitzer auf anderen Pflanzen. Sie entwickeln nur Luftwurzeln und nehmen Wasser und Nährstoffe über die Luft auf. Am häufigsten werden sie deshalb vollkommen ohne Substrat kultiviert. Man steckt die Pflanze einfach in ein Plastekörbchen und hängt dieses an einem geeigneten Standort auf. Die mehrere Meter lang werdenden Luftwurzeln hängen frei herunter und können so zweimal täglich besprüht werden. Die Wurzeln sind extrem anfällig gegen Feuchtigkeit. Ich probiere es trotzdem mit einem Substrat (Blähton, Seramis), mal sehen, ob es gelingt.
Aus Thailand zurückgekommen, hatte ich mich natürlich über die notwendigen Pflegebedingungen informiert, mich traf dabei fast der Schlag. Es sieht so aus, als ob die Haltung von Orchideen in einer normalen Wohnung und mit durchschnittlichen Kenntnissen in der Pflanzenpflege (im Topf sollte Erde sein, ab und zu gießen nicht vergessen) nahezu unmöglich ist. Inzwischen habe ich mich auch schon mit einigen Bekannten unterhalten, allgemeiner Tenor: „Als ich sie geschenkt bekam, hat sie sehr schön geblüht, nach N Monaten (für N eine Zahl zwischen 3 und 12 einsetzen) musste ich sie im Mülleimer entsorgen.” Egal, jetzt habe ich sie und jetzt wird es selbst ausprobiert.
Die thailändischen Orchideen mögen es sonnig, ich habe ihnen einen Platz in der Nähe meiner Kakteen zugedacht. Ein Kaktus hat meine Pflege schon mehr als 30 Jahre überlebt, ein wahrhaft zäher Bursche. Vielleicht können die Pflanzen in Erfahrungsaustausch treten, da wissen die Orchideen gleich, dass sie nicht zu große Erwartungen an ihren Pfleger stellen können.
Bisher habe ich auch auf die heilsame Wirkung von Musik geschworen und meine Pflanzen regelmäßig mit dem aktuellen Radio- und Fernsehprogramm versorgt. Bei der letzten Blattlausepidemie hat das allerdings nicht so gut funktioniert. Aber das wird wohl daran gelegen haben, dass Blattläuse noch musikalischer als Pflanzen sind oder aber besser zuhören können. Jedenfalls musste ich zu guter Letzt die lästigen Schädlinge auf meinem Benjamin Ficus mit Bi58 von den Plätzen in der ersten Reihe vertreiben. Benjamin büßte bei dieser Aktion zwar über die Hälfte seiner Blätter ein, inzwischen hat er mir aber verziehen, sich recht gut erholt und neu belaubt.
Seit gestern hat mein Glaube an ungewöhnliche Formen der Pflanzenpflege neue Nahrung erhalten. In der Geo vom Februar 2005 findet man unter dem Titel „Leben leuchtet” ein Interview mit Professor Fritz-Albert Popp zum Thema Biophotonik. Nicht unplausibel ist die These, dass Lebewesen Photonen aussenden, weil zumindest alle Körper, die wärmer als ihre Umgebung sind, Energie abstrahlen, und das nach dem Welle-Teilchen-Dualismus eben immer auch Photonen sind. Aber so richtig interessant wird es dann bei seiner Antwort auf die Frage: "Wie können Biophotonen denn auf die Zellmoleküle einwirken?"
Na wenn das so ist, dann habe ich ja mit meinem Entschluss, die Orchideen in die Nähe der Kakteen zu platzieren, eine richtige Entscheidung getroffen. Da können die Alteingessenen den Neulingen gleich die wichtigsten Informationen übermitteln, ihnen heimleuchten. Vielleicht sollte ich die beiden Gruppen eine Zeitlang gemeinsam in völliger Dunkelheit halten, damit ihr lichtes Gespräch nicht durch die solare Photononie gestört wird? Auch über mein abendliches Fernsehprogramm muss ich mir wohl noch einmal Gedanken machen, fast alle meine Zimmerpflanzen können von ihrem Standort die Mattscheibe sehen (und die Fische im Aquarium auch!). Wahrscheinlich liegt hier die Ursache für so manche eingegangene Zimmerpflanze der letzten Zeit, das Fernsehprogramm ist halt auch nicht mehr das, was es einmal war.
Kategorien: Natur
Die Pflänzchen in den drei Gläsern waren unterschiedlich groß, der Verkäufer schätzte, dass sie jeweils noch einen, zwei bzw. drei Monate in den Gläsern verbleiben sollten. An diesem Wochenende war der Behälter mit den größten Pflanzen überfällig. Ein kurzer Schlag mit dem Hammer auf das Glas, und ich konnte die Setzlinge entnehmen.

Links: Eines der drei Pflanzengläser. Rechts: Auspflanzung. Sowohl Dendrobrium- als auch Vanda-Orchideen wachsen in ihrer Heimat epiphytisch, d.h. ohne Erde als Aufsitzer auf anderen Pflanzen. Sie entwickeln nur Luftwurzeln und nehmen Wasser und Nährstoffe über die Luft auf. Am häufigsten werden sie deshalb vollkommen ohne Substrat kultiviert. Man steckt die Pflanze einfach in ein Plastekörbchen und hängt dieses an einem geeigneten Standort auf. Die mehrere Meter lang werdenden Luftwurzeln hängen frei herunter und können so zweimal täglich besprüht werden. Die Wurzeln sind extrem anfällig gegen Feuchtigkeit. Ich probiere es trotzdem mit einem Substrat (Blähton, Seramis), mal sehen, ob es gelingt.
Aus Thailand zurückgekommen, hatte ich mich natürlich über die notwendigen Pflegebedingungen informiert, mich traf dabei fast der Schlag. Es sieht so aus, als ob die Haltung von Orchideen in einer normalen Wohnung und mit durchschnittlichen Kenntnissen in der Pflanzenpflege (im Topf sollte Erde sein, ab und zu gießen nicht vergessen) nahezu unmöglich ist. Inzwischen habe ich mich auch schon mit einigen Bekannten unterhalten, allgemeiner Tenor: „Als ich sie geschenkt bekam, hat sie sehr schön geblüht, nach N Monaten (für N eine Zahl zwischen 3 und 12 einsetzen) musste ich sie im Mülleimer entsorgen.” Egal, jetzt habe ich sie und jetzt wird es selbst ausprobiert.
Die thailändischen Orchideen mögen es sonnig, ich habe ihnen einen Platz in der Nähe meiner Kakteen zugedacht. Ein Kaktus hat meine Pflege schon mehr als 30 Jahre überlebt, ein wahrhaft zäher Bursche. Vielleicht können die Pflanzen in Erfahrungsaustausch treten, da wissen die Orchideen gleich, dass sie nicht zu große Erwartungen an ihren Pfleger stellen können.
Bisher habe ich auch auf die heilsame Wirkung von Musik geschworen und meine Pflanzen regelmäßig mit dem aktuellen Radio- und Fernsehprogramm versorgt. Bei der letzten Blattlausepidemie hat das allerdings nicht so gut funktioniert. Aber das wird wohl daran gelegen haben, dass Blattläuse noch musikalischer als Pflanzen sind oder aber besser zuhören können. Jedenfalls musste ich zu guter Letzt die lästigen Schädlinge auf meinem Benjamin Ficus mit Bi58 von den Plätzen in der ersten Reihe vertreiben. Benjamin büßte bei dieser Aktion zwar über die Hälfte seiner Blätter ein, inzwischen hat er mir aber verziehen, sich recht gut erholt und neu belaubt.
Seit gestern hat mein Glaube an ungewöhnliche Formen der Pflanzenpflege neue Nahrung erhalten. In der Geo vom Februar 2005 findet man unter dem Titel „Leben leuchtet” ein Interview mit Professor Fritz-Albert Popp zum Thema Biophotonik. Nicht unplausibel ist die These, dass Lebewesen Photonen aussenden, weil zumindest alle Körper, die wärmer als ihre Umgebung sind, Energie abstrahlen, und das nach dem Welle-Teilchen-Dualismus eben immer auch Photonen sind. Aber so richtig interessant wird es dann bei seiner Antwort auf die Frage: "Wie können Biophotonen denn auf die Zellmoleküle einwirken?"
Biophotonen regen Moleküle nicht nur zu chemischen Reaktionen an, sondern bewegen sie auch über elektromagnetische Feldkräfte in geeignete Positionen. Ohne Biophotonen würden wir in kürzester Zeit in eine Art chemischen Zellbrei zusammensinken. Darüber hinaus werden die übrigen Zellen durch Biophotonen über das Geschehen im Zellverband informiert. Nur das ermöglicht eine geordnete Verständigung über Wachstum, Koordination und Differenzierung. Experimentell lässt sich das durch zwei Gläser mit derselben Blutprobe nachweisen. Gibt man in das erste Glas einen Erreger, leiten auch die Blutzellen im zweiten Glas eine Abwehrreaktion ein. Dies unterbleibt, wenn man die Gläser mit einer lichtundurchlässigen Barriere voneinander trennt.Spannend auch ein Googlen nach dem Namen des Professors und dem Stöbern in den angezeigten Links.
Na wenn das so ist, dann habe ich ja mit meinem Entschluss, die Orchideen in die Nähe der Kakteen zu platzieren, eine richtige Entscheidung getroffen. Da können die Alteingessenen den Neulingen gleich die wichtigsten Informationen übermitteln, ihnen heimleuchten. Vielleicht sollte ich die beiden Gruppen eine Zeitlang gemeinsam in völliger Dunkelheit halten, damit ihr lichtes Gespräch nicht durch die solare Photononie gestört wird? Auch über mein abendliches Fernsehprogramm muss ich mir wohl noch einmal Gedanken machen, fast alle meine Zimmerpflanzen können von ihrem Standort die Mattscheibe sehen (und die Fische im Aquarium auch!). Wahrscheinlich liegt hier die Ursache für so manche eingegangene Zimmerpflanze der letzten Zeit, das Fernsehprogramm ist halt auch nicht mehr das, was es einmal war.
Kategorien: Natur
Samstag, 05.März 2005




