Reisesplitter
Unser Reiseleiter ist ein religioeser Mensch. In jedem Tempel betet und spendet er. In einem hat er sich von einem Moench segnen lassen. Er hat einer alten Frau etwas bezahlt, obwohl er eigentlich nichts ihrer Sachen benoetigt hat, er hat Hunden Futter gekauft. Unser Reiseleiter ist ein kluger Mensch, er sagt: Mit meinen guten Taten komme ich nach meinem Tod dem Himmel ein Stueck naeher. Wenn es aber keinen Himmel gibt, dann bin ich immer noch ein guter Mensch gewesen. Das kommt mir bekannt vor, Descartes?
Gestern habe ich zwei Schildkroeten gekauft und am Flussufer ins Freie entlassen, dasselbe bereits ein paar Tage zuvor mit fuenf Voegeln, die in einem viel zu kleinen Kaefig eingesperrt waren. Diese Tiere werden von den Einheimischen extra zu dem Zweck gefangen, dass sie gekauft und wieder freigelassen werden. Man „erwirbt” sich damit „Verdienste” fuer die Zeit nach dem Tod. Was ist dann eigentlich mit dem Kharma der Faenger? Theoretisch koennte man das ganze Verfahren noch abkuerzen: Ein Reicher gibt einem Armen Geld dafuer, dass dieser die Tiere ganz in Ruhe laesst.
In Chiang Mai, meinem derzeitigen Aufenthaltsort im Norden Thailands, sind vor zwei Jahren bei einer „schrecklichen Kaeltewelle” acht Menschen erfroren. Es waren bis zu drei Grad minus.
Kategorien: Reiseberichte
Gestern habe ich zwei Schildkroeten gekauft und am Flussufer ins Freie entlassen, dasselbe bereits ein paar Tage zuvor mit fuenf Voegeln, die in einem viel zu kleinen Kaefig eingesperrt waren. Diese Tiere werden von den Einheimischen extra zu dem Zweck gefangen, dass sie gekauft und wieder freigelassen werden. Man „erwirbt” sich damit „Verdienste” fuer die Zeit nach dem Tod. Was ist dann eigentlich mit dem Kharma der Faenger? Theoretisch koennte man das ganze Verfahren noch abkuerzen: Ein Reicher gibt einem Armen Geld dafuer, dass dieser die Tiere ganz in Ruhe laesst.
In Chiang Mai, meinem derzeitigen Aufenthaltsort im Norden Thailands, sind vor zwei Jahren bei einer „schrecklichen Kaeltewelle” acht Menschen erfroren. Es waren bis zu drei Grad minus.
Kategorien: Reiseberichte
Mittwoch, 26.Januar 2005




