Wie findet man seinen Traumprinzen

Gerade in den letzten Tagen konnte man hier eine Reihe rührender Geständnisse lesen, in denen NenschInnen darüber berichteten, dass sie endlich ihren Traumpartner gefunden haben. Andere wiederum beweinten das In-die-Brüche-Gehen langjähriger Partnerschaften, man sah förmlich die Tränen über den Bildschirm kullern.

Da bietet es sich doch an, einmal die Wissenschaft zu befragen, ob sie nicht auch für diesen praktisch relevanten Fall ein nützliches Verfahren zu bieten hat, dass einen suchenden Menschen mit mathematischer Präzision zum Traumpartner führt. Und siehe da, es gibt ein solches!

In „Spektrum der Wissenschaften”, Mai 2004, S. 102 ff. wird von F. Thomas Bruss, Professor für Mathematik an der Freien Universität Brüssel im Artikel „Strategien der besten Wahl” das optimale Verfahren vorgestellt und - naheliegend - auch in Wort und Bild auf die Auswahl des Traumprinzen angewendet.

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prinz2


Da es hier nicht auf die Herleitung der Gleichungen ankommt, soll lediglich der Algorithmus der Partnerauswahl vorgestellt werden:
  1. Zunächst lege man die Anzahl der möglichen Kandidaten K fest.
  2. Dann dividiere man diese Anzahl durch die Eulersche Zahl e=2,718. Man erhält die Zahl Z=0,367*K.
  3. Man lade die ersten Z Kandidaten ein, suche aus diesen den besten heraus, notiere dessen Eigenschaften und schicke alle wieder fort.
  4. Aus den verbliebenen K-Z Kandidaten nehme man den ersten besten, der besser als der Beste der ersten Z weggeschickten Kandidaten ist.
Leider wird in dem Artikel nicht darauf eingegangen, warum dieses sehr einfache Verfahren so selten (und wenn, dann nur von Mathematikern) bei der Partnersuche angewendet wird. Meine eigenen Hypothesen zu diesem offenen Punkt:
  • Zu Beginn der Partnersuche (so etwa mit 14 Jahren) schätzt man die Anzahl der potenziellen Kandidaten K als viel zu niedrig ein. Das führt dazu, dass man viel zu schnell mit der Zurückweisung Z aufhört und sich dem ersten besten Dahergelaufenen an den Hals wirft.
  • Man hat im Fach Mathematik nicht gut genug aufgepasst oder hält gar andere Sachen für wichtiger als hervorragende Schulnoten.
  • Man vergisst im Überschwang der ersten Verliebtheit eine ordnungsgemäße Vergabe von Punktzahlen für die positiven und negativen Eigenschaften eines Kandidaten und deren Notation im erforderlichen Kandidatenheft.
Kategorien: Frauen, Mathematik & Logik

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Kommentare hier ...

Ich würde es etwas anders ausdrücken:...
Metepsilonema - 18. Juli, 21:48
Ich halte es durchaus für vertretbar,...
Metepsilonema - 15. Juli, 21:54
Ich halte es durchaus für vertretbar,...
Köppnick - 14. Juli, 22:05
Beweiskraft gibt es generell keine, denn...
Metepsilonema - 14. Juli, 19:16
Deine beiden Sätze sind grammatisch...
Köppnick - 14. Juli, 07:30
Und genau diese Innovation verlieren wir...
steppenhund - 13. Juli, 21:05
@isv_rp
Metepsilonema - 11. Juli, 23:53
Ich halte es für einen fatalen Irrtum...
Köppnick - 11. Juli, 20:06
Splitter
Gregor Keuschnig - 11. Juli, 18:23