Bin ich ein Schaf?
Ich habe gerade einen interessanten Spiegelartikel gelesen: „Die Macht des Zufalls” von Stefan Klein (Spiegel 33/2004, S.104ff). Eine wesentliche Aussage dieses Beitrags besteht darin, dass unser Gehirn unablässig bemüht ist, aus den auf uns einströmenden Informationen einen Sinn zu extrahieren. Die beiden Gehirnhälften reagieren dabei unterschiedlich. Grob vereinfacht (natürlich!) ist die linke Gehirnhälfte naiver als die rechte, sie ist eher geneigt, an einen Zufall zu glauben, während die pfiffigere rechte Gehirnhälfte nach (im Fall des Zufalls nicht vorhandenen) Regeln sucht und diese auch findet. (Eigentlich müsste man dann aber die Zuordnung von naiv und pfiffig doch herumdrehen!?)
Psychologen bezeichnen leichtgläubige Menschen als Schafe, Skeptiker als Böcke. Interessanterweise kann man diese angeborene Voreinstellung des Menschen medikamentös verändern:

Die Dominanz einer Gehirnhälfte soll sich auch mit einfachen Experimenten bestimmen lassen.
Ich bin jetzt im Zweifel: Einerseits zieht es mich als Linkshänder naturgemäß stark nach links. Andererseits möchte ich wirklich ein Schaf sein, das den Psychologen alles glaubt? Da bleibe ich doch eher skeptisch. Also beim nächsten Arztbesuch aufgepasst: Immer schön rechts halten!
Der Spiegelartikel wird übrigens als Werbung für das Buch „Alles Zufall. Die Kraft, die unser Leben bestimmt” von Stefan Klein genutzt. Die Amazonkritiken dazu fallen eher negativ aus. Als bekennender Skeptiker muss ich also leider auf den Kauf des Buchs und eine nachfolgende Rezension verzichten.
Aber falls einer das Buch schon besitzt, kann er es mir ja mal ausleihen, ich verrate es auch keinem.
Kategorien: Gehirn & Geist
Psychologen bezeichnen leichtgläubige Menschen als Schafe, Skeptiker als Böcke. Interessanterweise kann man diese angeborene Voreinstellung des Menschen medikamentös verändern:

Die Dominanz einer Gehirnhälfte soll sich auch mit einfachen Experimenten bestimmen lassen.
- Nach welcher Seite dreht man sich um, wenn man von hinten gerufen wird?
- Nach welcher Seite driftet man ab, wenn man mit geschlossenen Augen auf einem Strich gehen soll?
Ich bin jetzt im Zweifel: Einerseits zieht es mich als Linkshänder naturgemäß stark nach links. Andererseits möchte ich wirklich ein Schaf sein, das den Psychologen alles glaubt? Da bleibe ich doch eher skeptisch. Also beim nächsten Arztbesuch aufgepasst: Immer schön rechts halten!
Der Spiegelartikel wird übrigens als Werbung für das Buch „Alles Zufall. Die Kraft, die unser Leben bestimmt” von Stefan Klein genutzt. Die Amazonkritiken dazu fallen eher negativ aus. Als bekennender Skeptiker muss ich also leider auf den Kauf des Buchs und eine nachfolgende Rezension verzichten.
Aber falls einer das Buch schon besitzt, kann er es mir ja mal ausleihen, ich verrate es auch keinem.
Kategorien: Gehirn & Geist
Mittwoch, 01.September 2004





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