Eingefrorenes Schloss
Vor einigen Jahren fuhr ich ein Auto mit einem serienmäßig eingebauten Fehler. Nach zwei drei Wintern bekam man im Winter Ärger mit den Turschlössern. Nicht das Übliche, dass sie nicht aufgehen, sondern diese Türen hielten nach dem Aufschließen nicht mehr zu. Man schloss also auf, beim Ziehen am Türgriff wurde ein Bowdenzug bewegt und fror sofort in seiner neuen Stellung fest. Das Malheur bemerkte man erst, wenn man drin saß und die Tür hinter einem nicht mit einem satten Plopp einrastete, sondern sofort zurückfederte und wieder aufging.
Während der ersten zwanzig Minuten Fahrt musste man die Tür von innen zuhalten. Die Freude darüber war im Winter besonders groß, weil man zeitgleich mit der wieder zufrierenden Frontscheibe kämpfte. Besonders Rechtskurven fahren war sehr abenteuerlich, weil die Tür ja mit aller Macht an der Hand zog, man lenken und schalten musste.
Dieses Auto hat mein Ökobewußtsein ungeheuer gestärkt, kürzere Fahrten fielen vollständig aus. Sonst kam man zwar sehr schnell an, musste dann aber auf dem Parkplatz noch ungefähr 20 Minuten bei laufendem Motor im Auto sitzen bleiben, bis auch die Tür endlich warm genug war, um zuschließbar zu sein.
Auch Abends bei der Suche nach dem Parkplatz war eine sorgfältige Planung notwendig. Keinesfalls durfte man sich in eine Lücke zwängen, bei der man die Beifahrertür zum Aus- oder Einsteigen brauchte. Das Zuhalten der Fahrertür während der Fahrt ging ja gerade noch, das der Beifahrertür war anatomisch vollkommen unmöglich.
Obwohl als Techniker mit einem gewissen Verständnis für meine Standesgenossen ausgestattet, plädiere ich in solchen Fällen für die Erteilung der Höchststrafe an die Entwickler - die Benutzung der eigenen Produkte.
Kategorien: Alltag
Während der ersten zwanzig Minuten Fahrt musste man die Tür von innen zuhalten. Die Freude darüber war im Winter besonders groß, weil man zeitgleich mit der wieder zufrierenden Frontscheibe kämpfte. Besonders Rechtskurven fahren war sehr abenteuerlich, weil die Tür ja mit aller Macht an der Hand zog, man lenken und schalten musste.
Dieses Auto hat mein Ökobewußtsein ungeheuer gestärkt, kürzere Fahrten fielen vollständig aus. Sonst kam man zwar sehr schnell an, musste dann aber auf dem Parkplatz noch ungefähr 20 Minuten bei laufendem Motor im Auto sitzen bleiben, bis auch die Tür endlich warm genug war, um zuschließbar zu sein.
Auch Abends bei der Suche nach dem Parkplatz war eine sorgfältige Planung notwendig. Keinesfalls durfte man sich in eine Lücke zwängen, bei der man die Beifahrertür zum Aus- oder Einsteigen brauchte. Das Zuhalten der Fahrertür während der Fahrt ging ja gerade noch, das der Beifahrertür war anatomisch vollkommen unmöglich.
Obwohl als Techniker mit einem gewissen Verständnis für meine Standesgenossen ausgestattet, plädiere ich in solchen Fällen für die Erteilung der Höchststrafe an die Entwickler - die Benutzung der eigenen Produkte.
Kategorien: Alltag
Freitag, 22.August 2003





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