Die Bundesanwaltschaft lässt Schnüffeln
Im Zusammenhang mit der Razzia gegen zukünftige G8-Gegendemonstranten wurden Vergleiche mit den Zuständen in Russland gezogen. Von der Größenordnung der Übergriffe ist das sicherlich (noch?) nicht berechtigt, kein Oppositioneller in Deutschland läuft zum Beispiel Gefahr, in seiner Wohnung oder auf offener Straße erschossen zu werden.
Aber eine neue Meldung bei Telepolis Die Bundesanwaltschaft lässt Schnüffeln lädt zu einem ganz anderen Vergleich ein. Mir vom Film „Das Leben der Anderen“ in Erinnerung geblieben sind u.a. die mehrfachen Aufforderungen an die Gefangenen bei den Verhören, ihre Hände zwischen ihre Beine und den Stuhl zu stecken, auf dem sie saßen. Später kam dann heraus, dass auf diese Weise Geruchsproben gesammelt wurden. Und nun das:
Kategorien: Politik
Aber eine neue Meldung bei Telepolis Die Bundesanwaltschaft lässt Schnüffeln lädt zu einem ganz anderen Vergleich ein. Mir vom Film „Das Leben der Anderen“ in Erinnerung geblieben sind u.a. die mehrfachen Aufforderungen an die Gefangenen bei den Verhören, ihre Hände zwischen ihre Beine und den Stuhl zu stecken, auf dem sie saßen. Später kam dann heraus, dass auf diese Weise Geruchsproben gesammelt wurden. Und nun das:
In Niedersachsen suchte die Polizei einige angeblich gewaltbereite Personen auf, nachdem schon vorsorglich mit Vorbeugehaft gedroht wurde. Zur Prävention wurden die offenbar teils aufgrund sehr vager Informationen ins Visier geratenen Personen, einige schon höheren Alters, bei den Razzien auch erkennungsdienstlich behandelt. Einigen nahm man DNA-Proben ab – aber auch Geruchsproben, weil die im Unterschied zum genetischen Fingerabdruck nach dem Gesetz ebenso leicht wie Fingerabdrücke zu erhalten sind.Das Problem bei solchen Formen von Paranoia, auch der derzeit von Schäuble gepflegten, besteht darin, dass man bestimmten Nonsens nur genügend häufig zu wiederholen braucht, bis er von einigen Gläubigen als Tatsache wahr-genommen wird.
Dazu müssen, wie Spiegel Online ausführt, die derart erkennungsdienstlich Behandelten nach alter Stasi-Methode einige Metallröhrenchen für eine gewisse Zeit in ihren Händen halten. Hautschuppen bleiben daran hängen, bei deren Zersetzung dann die persönlichen Düfte entstehen. Anhand dieser sollen dann Hunde den Geruch einen Verdächtigen erkennen, der beispielsweise einen Brief angeschickt oder sonst irgendwo seinen individuellen und unvergleichlichen Duft hinterlassen hat. Die Stasi hatte Zigtausende solcher Geruchsproben gemacht und sorgsam gesammelt.
Kategorien: Politik
Dienstag, 22.Mai 2007




