steppenhund - 12. Dezember, 13:41

Genau der letzte Absatz ist für mich Grund genug, um die aufgestellte These der Einzigartigkeit anzuzweifeln. Es ist ziemlich unlogisch, warum wir so einzigartig sein sollten.
Dass es einer Kette von Zufällen bedarf, um unseren Planeten bewohnbar zu gestalten, heißt nicht, dass es nicht auch andere Zufallsketten gibt, die ähnliches bewirken können.
Nimmt das mittlere Drake-Modell an, 100 Zivilisationen, 5000 Lichtjahre im Mittel voneinander entfernt, so ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass zwei Zivilisationen zeitlich so nahe sind, dass die eine die Artefakte der anderen wahrnehmen kann, geschweige denn, dass sie gleichzeitig den befrauten Raumflug entwickeln.
Und wenn es zwei solche gibt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass gerade die Erde einer davon ist.
Was mir aber wahrscheinlicher vorkommt, ist eine Besiedelung von anderen Planeten, die sich derart verselbstständigt, dass man irgendwann vergessen haben wird, dass alles von der Erde aus angefangen hat.

Köppnick - 12. Dezember, 19:13

@Steppenhund

Es gibt eine Reihe von Modellüberlegungen, die alle eher in die pessimistische Richtung gehen. Das Universum existiert ca. 15 Milliarden Jahre, unser Sonnensystem 5 Milliarden Jahre, elektromagnetische Strahlung emittieren wir seit 100 Jahren. Weiterhin gibt es eine Schätzung, dass man, wenn man alle 2000 Jahre von einem Planeten mit einem Generationenraumschiff aufbricht und etwa 2000 Jahre bis zum nächsten Planeten braucht, man innerhalb von 10 Millionen Jahren die gesamte Galaxis (also die Milchstraße) besiedelt hat.

Das wirft beunruhigende Vermutungen auf, weil 10 Millionen Jahre im Vergleich zu einer Milliarde Jahre nur 1% darstellen. Die zwei schlimmsten sind: Wir sind tatsächlich die einzigen bzw. ersten. Die Lebensdauer einer Zivilisation ist zu kurz, um das notwendige technische Niveau zu erreichen. Entweder wird man durch eine Naturkatastrophe zerstört oder man tut es selbst. Die einzig tröstliche Alternativen sind: Wir wurden noch nicht bemerkt oder wir sollen "sie" noch nicht bemerken.
steppenhund - 15. Dezember, 14:50

Ich neige ja auch zum pessimistischen Modell. Nur ist aus diesem nicht abzuleiten, dass wir allein oder einzigartig sind. Daraus geht nur hervor, dass wir mit den anderen keinen Kontakt haben werden.

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Kommentare hier ...

Der Artikel über den Atheismus in der...
Köppnick - 19. August, 19:26
Es ist schon ein großer Unterschied...
Talakallea Thymon - 19. August, 13:09
Also der Satz, dass es irrelevant ist, dass...
steppenhund - 18. August, 14:37
Noch eine Ergänzung
Gregor Keuschnig - 18. August, 14:00
@beide
steppenhund - 18. August, 13:52
Mittelfristig ist Russland keine Grossmacht...
Gregor Keuschnig - 18. August, 10:13
Naja,
Gregor Keuschnig - 18. August, 09:21
Nachtrag
Köppnick - 17. August, 12:26
@Peter Viehrig
Köppnick - 16. August, 08:46
Ein paar Einsprüche
Peter Viehrig - 16. August, 07:41