Vom Aufknöpfen der Bluse und so

Chessbase verlinkt einen Artikel über Elisabeth Pähtz mit einem vorangestellten Absatz. Dort liest man:
... Außerdem beklagt sie den Sexismus im Schach: "Wer gut aussieht und die Bluse aufknöpft, bekommt mehr Einladungen zu Turnieren." Dieses Gesetz würden bei Männern jedoch keine Gültigkeit haben. ...
Abgesehen von der Grammatik im letzten Satz muss ich bekennen, dass ich Männer, die ihre Bluse aufknöpfen, auch nicht häufiger, sondern vielleicht sogar seltener einladen würde.

In dem verlinkten Artikel im Tagesspiegel "Sie müssten mal mein Zimmer sehen" findet man die beblusten Männer nicht, das ist eine originäre Kreation des Schachreporters.

Kategorien: Frauen
Gregor Keuschnig - 15. November, 09:51

Frau Pähtz sagt dann aber leider nicht, wo man beispielsweise hier nicht hinschauen darf.

Interessantes Interview, allerdings.

steppenhund - 15. November, 15:36

Ihre homepage ist auch nicht uninteressant.
Dort sind einige Partien sehr gut nach zu spielen.

Das Interview finde ich super. Strohtrocken, sachlich hervorragend. So eine Frau könnte mir auch dann gefallen, wenn sie viel zu jung für mich ist:)

Und ein großes Danke für den Hinweis...

Köppnick - 15. November, 23:03

Noch mehr Elisabeth

Vor ein paar Tagen war sie bei RBB im Fernsehen. Von der Sendung gibt es einen MP3-Mitschnitt, den man von hier aus herunterladen kann: http://www.rbb-online.de/_/thadeusz/index_jsp/activeid=1529.html

Vor zwei oder drei Jahren war sie mal gemeinsam mit ihrem Vater zu einem Schnellturnier in unserem Verein eingeladen und gab am Rande eine Simultanveranstaltung. Ihren Bruder kenne ich auch. Damals wollte Elisabeth noch Stewardess werden. Ihre jetzige Entscheidung, Lehrerin zu werden, ist vernünftig. Die Erfurter "Schachprofis", die ich kenne, schlagen sich recht und schlecht durchs Leben. Wenn man nicht eine Elo von 2600 hat, kann man vom Klötzchenschieben nicht leben.

steppenhund (anonym) - 16. November, 00:20

Vom Schach leben

Der langjährige Schachmeister Niki Stanec hat sich mir gegenüber einmal als vom Schachspiel lebend geoutet. Damals hatte er gerade das Studium mehr oder weniger an den Nagel gehängt. Er hatte nur 2450 Elo.
In Wien leben einige Schachspieler vom Kaffeehausschach gegen die Krens. Ein "Kren" (wienerischer Ausdruck), ist einer, der von sich glaubt, besser zu sein als er ist. Es ist eine eigenartige Form von Dummheit, die nicht begreifen will, dass ein Kren gegen einen Profi keine Chance hat. Da reichen für den Profi auch schon mal 2200 Elo.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau auf diese Weise Geld verdienen kann. Sie wäre viel zu bekannt. Das spricht sich dann schon herum, dass man gegen sie nicht gewinnen kann.
Und den Leuten geht es nicht um Lehrspiele, die ja sehr wohl etwas bringen könnten und für die man dann auch bezahlen könnte.
Ich selbst habe nur zwei Partien um Geld und eine um eine Wirtshauskonsumation gespielt. Die um Geld habe ich gegen einen ziemlich guten Schachspieler verloren, der mir einen Turm vorgegeben hatte. Ich war damals ziemlich überzeugt gewesen, dass ich eine Chance hätte, aber es war eine Blitzpartie mit 5 Minuten gegen 5 Minuten und da macht man dann schon ziemliche Fehler.
Die Wirtshauspartie war lustiger, denn da gab es eine Stammtischrunde, die nicht glauben wollte, dass es so etwas wie Blindspielen (kommt ja auch im Interview vor) gäbe. Da ich das Können der Räsonierer kannte, ließ ich mich auf eine Blindpartie ein, die ich auch prompt und ohne Schwierigkeiten gewann. Ich habe mich damals wahnsinnig gefreut. Nicht über den Gewinn sondern über den Umstand, Leute, die nicht glauben können, was sie nicht selbst sich vorstellen können, auf harte Weise zu überzeugen.
Womit Frauen aber sehr wohl Geld verdienen können, ist Go, wenn sie es professionell betreiben. Ich kannte eine 22 jährige junge Frau aus Japan, die einmal ihre Schwester, eine Pianistin in Wien besuchte. Sie spielte mit mir auch eine Go-Partie.
Diese Frau war ein professioneller dritter Dan. (Es gibt neun professionelle Meistergrade, neun ist am höchsten.) Sie hatte einen Job beim Fernsehen, wo sie Go-Partien kommentierte. Ihr monatliches Einkommen belief sich auf ca. 7000 €uro. Das war 1992.
Davon kann man in Europa mit Schach nur träumen.
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Schachspielen tu ich heute manchmal im Netz, 2:2 oder 5:5. Aber vielmehr reizen mich Schachprobleme, wo ich mir vor zehn Jahren in den Kaffeehäusern um vier Uhr früh manchmal auch die Achtung von Profis erringen konnte.

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Ergänzung
Gregor Keuschnig - 5. Mai, 21:58
Diagonalenproblem
Köppnick - 5. Mai, 14:12
Fehlen des besten Zuges
Köppnick - 5. Mai, 13:58
Wie man das Nash-Diagonalen-Problem löst
steppenhund - 5. Mai, 13:29
Gefühlsmäßig würde ich...
steppenhund - 5. Mai, 01:53
Guter Kommentar
Stephan Schleim (anonym) - 4. Mai, 20:36
"ad aquam", aber ansonsten gebe ich dir recht....
Talakallea Thymon - 29. April, 19:33