Frank Schätzig: Nachrichten aus einem unbekannten Universum

Frank Schätzig hat mit „Der Schwarm“ im Jahr 2004 einen Bestseller geschrieben. Mit „Nachrichten aus einem unbekannten Universum“ hat er jetzt gezeigt, dass ihn die Themen Evolution, Leben im Meer und unsere Stellung in der Natur schon lange beschäftigen und er offenbar vor dem „Schwarm“ lange und gründlich recherchiert hat. Das Buch ist mit leichter Hand geschrieben, Thema ist die Entwicklung des Lebens auf der Erde, immer mit dem speziellen Blick ins Meer. Viele Bücher über die Erdentwicklung konzentrieren sich in den jeweiligen Erdzeitaltern auf die neu hinzugekommenen Spezies. Frank Schätzig bleibt im Meer und zeigt, dass auch dort die Entwicklung ununterbrochen weiter gegangen ist.

Hier soll keine Inhaltsangabe erfolgen, nur ein Zitat aus dem Buch von einer Stelle, an der es sich nicht vordergründig um das Leben im Meer dreht:
Mir ist bis heute unklar, was ein Baum empfindet, wenn die Axt in seine Borke fährt, wie es dem Salat gefällt, geputzt zu werden, wie die Möhre über das Zerkleinertwerden denkt, was der Champignon von Champignonpastete hält. Bestimmte Lebewesen, ob Pflanzen oder Tiere müssen wir nun mal essen, um zu überleben, ohne dass wir je Gewissheit darüber erlangen werden, was in diesen Wesen vorgeht.
...
Schon schwierig das Ganze. Versuchen wir es mal in kleinen Schritten. Ist der Mensch eine schützenswerte Spezies? Ja. Ist die Möhre eine schützenswerte Spezies? Ja, irgendwie schon. Und die Auster? Sicher, die auch. Und der Wal? Klar doch, gerade der Wal, der ist echt schützenswert, jawohl, das ist er!
...
Weiter gefragt: Ist jeder einzelne Mensch schützenswert? Definitiv! ist jede einzelne Auster schützenswert? Nö, nicht wirklich. - Halt, rufen jetzt einige, natürlich ist jede einzelne Auster schützenswert, sie ist ja ein Lebewesen. Gut sagen andere, was ist dann mit der Möhre? Ist jede einzelne Möhre schützenswert? Hm. Na ja. Also eigentlich eher ... nicht. Also die Möhren als solche, okay! Aber jede einzelne, verdammte Möhre?
Vor und nach dieser Reflexion geht es natürlich schon ums Meer, genauer gesagt um unseren Umgang mit Walen und Delfinen, um die Weltanschauung der Vegetarier und um den Walfang.

Kategorien: Bücher, Evolution

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Kommentare hier ...

Bitte mehr davon? Aus...
Bitte mehr davon? Aus meiner Sicht auf keinen Fall,...
Köppnick - 25. Dezember, 16:53
bitte mehr davon
Nimmersatt (Gast) - 25. Dezember, 15:33
lach.... ich bin im stern...
lach.... ich bin im stern *
rosmarin - 3. Dezember, 18:48
Oje, das mit der Halswirbelsäule...
Oje, das mit der Halswirbelsäule ist an mir vorbeigegangen. Das...
steppenhund - 2. Dezember, 11:07
Denk an meine Halswirbelsäule...
Denk an meine Halswirbelsäule und meinen schmerzenden...
Köppnick - 30. November, 22:22
Nanu, gar ken Kommentar?...
Nanu, gar ken Kommentar? :)))
steppenhund - 30. November, 20:45
Fachwörter und deren...
Die Autorin präferiert eine sehr restringierte...
Count Lecrin - 30. November, 19:53
passend zu diesen erkenntnissen:
mit 3 freust du dich, wenn du keine windeln brauchst. mit...
la-mamma - 30. November, 19:43
Ich möchte Ihnen...
Ich möchte Ihnen gehörig Respekt zollen,...
Count Lecrin - 30. November, 19:34
Mail geschickt.)
Mail geschickt.)
steppenhund - 28. November, 16:28
Nein, wir haben uns noch...
Nein, wir haben uns noch nicht bemailt. Meine Adresse...
Köppnick - 28. November, 15:46
Ich bilde mir ein, dass...
Ich bilde mir ein, dass wir schon Email-Kontakt hatten....
steppenhund - 28. November, 15:02