Alectura lathami

Bei Reptilien gibt es keine genetischen Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Das Geschlecht wird durch die Bruttemperatur festgelegt. Bei Vögeln ist das anders, denn die Weibchen (jaha!) haben zwei unterschiedliche Geschlechtschromosomen, die Männchen zwei gleiche. (Wenn man mal von solchen Kuriositäten wie dem bisexuellen Zebrafink absieht, dessen eine Körperhälfte männlich, die andere weiblich ist, siehe hier.)

In Spektrum Direkt liest man jedoch am 25.11.2004 im Artikel "Temperatur steuert Geschlechterverhältnis bei Großfußhühnern", dass auch bei diesen die Temperatur im Bruthügel eine wichtige Rolle spielt:
Großfußhühner (Megapoden) besitzen allerdings, anders als etwa Reptilien, so genannte heteromorphe Geschlechtschromosomen: Eine direkte Geschlechtsausbildung in Abhängigkeit von der Bruttemperatur - wie beispielsweise bei Krokodilen - wird dadurch unterdrückt, stattdessen ist das Geschlecht genetisch bestimmt. Die Wissenschaftler vermuten als Ursache ihrer Ergebnisse vielmehr einen Zusammenhang mit einer temperaturabhängig wechselnden Sterblichkeit: Höhere Wärmegrade lassen mehr männliche, niedrigere Temperaturen mehr weibliche Embryonen absterben.
Ich hätte als Wissenschaftler bei den Großfußhühnern ja eher den Zusammenhang zwischen der Großfußhuhnfußgröße und dem Geschlecht untersucht. Beim Menschen zum Beispiel kann als sicher gelten, dass diese Größen korrelieren. Das ist statistisch ähnlich gut gesichert wie der Zusammenhang zwischen dem Feiern von Geburtstagen und der Lebenserwartung: Wer mehr Geburtstage feiert, wird älter. Bei der Fußgröße des Menschen vermute ich eine evolutionäre Anpassung des weiblichen Geschlechts an die Moderne: Je kleiner die Füße sind, desto mehr Schuhe passen in einen Schrank.

Kategorien: Evolution, Natur

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Ergänzung
Gregor Keuschnig - 5. Mai, 21:58
Diagonalenproblem
Köppnick - 5. Mai, 14:12
Fehlen des besten Zuges
Köppnick - 5. Mai, 13:58
Wie man das Nash-Diagonalen-Problem löst
steppenhund - 5. Mai, 13:29
Gefühlsmäßig würde ich...
steppenhund - 5. Mai, 01:53
Guter Kommentar
Stephan Schleim (anonym) - 4. Mai, 20:36
"ad aquam", aber ansonsten gebe ich dir recht....
Talakallea Thymon - 29. April, 19:33