Der Duft von Lavendel, The Straight Story

Der Duft von Lavendel

Kurz vor dem zweiten Weltkrieg wird an der englischen Küste ein junger Mann angespült, der sich als der Pole Andrea erweist, und der von den beiden Schwestern Ursula und Janet gesund gepflegt wird, die seine Großmütter sein könnten. Am Ende des Films steht Andrea als bejubelter Geiger in London auf der Bühne, im Publikum die beiden Frauen.

Dazwischen ein Liebesfilm, denn zumindest Ursula verliebt sich in den mehrere Jahrzehnte jüngeren Mann. Die anrührendste Szene für mich, als Ursula in den Armen von Janet in Tränen ausbricht, weil sie erfährt, dass Andrea, ohne sich von ihnen zu verabschieden, nach London gefahren ist. Wenn man vergessen hat, dass auch alte Menschen starke Gefühle empfinden können, nach diesem Film weiß man es wieder. Unglückliche Liebe ist immer furchtbar.

Die beiden Frauen werden von Judi Dench (Ursula) und Maggie Smith (Janet) gespielt, der junge Pole von Daniel Brühl (ja, der aus Good Bye Lenin!). Auch in den weiteren Rollen kräftige Charaktere (die Haushälterin, der Arzt), dazu die englische Küstenlandschaft, Häuser, Fischfang, enge Straßen, Autos, der Pub des Dorfs. Zweimal hätte ich selbst den Film wahrscheinlich anders geschnitten, da fehlte mir eine überleitende Szene. Aber insgesamt toll. Das Kino fast leer, vielleicht 15, 20 Personen, ¾ davon Frauen.

The Straight Story

Mit und über alte Leute kann man wirklich tolle Filme machen, am Abend zuvor auf DVD „The Straight Story“ gesehen. Ein alter Mann, der vom Schlaganfall seines Bruders erfahren hat. Er beschließt, auf einem Rasenmäher seinen Bruder, den er viele Jahre nicht mehr gesehen hat, zu besuchen und sich mit ihm zu versöhnen. Mit dem Auto kann er nicht mehr fahren, dafür sind seine Augen zu schlecht, von anderen Leuten will er sich nicht bringen lassen. Der erste Rasenmäher geht kaputt, also kauft er sich einen neuen und startet zum zweiten Mal. Letztlich braucht er für die 500 km lange Strecke 6 Wochen. Der Film erzählt seine Erlebnisse in dieser Zeit, er trifft eine Menge Leute, die erzählen aus ihrem Leben und er aus seinem. Die letzte Rolle für Richard Farnsworth, der den 73 Jahre alten Alvin Straight spielt. Es ist eine wahre Geschichte, die hier verfilmt wurde.

Kategorien: Filme

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Ergänzung
Gregor Keuschnig - 5. Mai, 21:58
Diagonalenproblem
Köppnick - 5. Mai, 14:12
Fehlen des besten Zuges
Köppnick - 5. Mai, 13:58
Wie man das Nash-Diagonalen-Problem löst
steppenhund - 5. Mai, 13:29
Gefühlsmäßig würde ich...
steppenhund - 5. Mai, 01:53
Guter Kommentar
Stephan Schleim (anonym) - 4. Mai, 20:36
"ad aquam", aber ansonsten gebe ich dir recht....
Talakallea Thymon - 29. April, 19:33